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Landau: Regenbogenbank auf jüdischem Grabfeld aufgestellt

Die städtische Ehrenamtsbeauftragte Angelika Kemmler, Projektleiterin Dr. Deborah Williger, die Leiterin der städtischen Friedhofsverwaltung Julia Kempf und Tobias Dietz vom Schreinerei Werkstatt Projekt Landau (v.l.nr.) freuen sich über die neue Regenbogenbank auf dem jüdischen Grabfeld in Landau.
Quelle: Stadt Landau

Landau – Auf dem jüdischen Grabfeld des Landauer Hauptfriedhofs steht seit Kurzem eine Bank in den Farben des Regenbogens. Sie ist Teil des bundesweiten Projekts „Der Friedhof lebt – Interreligiöse Archegärten in Deutschland“. Träger des Projekts ist das Institut für Theologische Zoologie e.V. (ITZ) in Münster.

Ziel der Initiative ist es, Friedhöfe als Orte der Bildung, Begegnung und des interreligiösen Dialogs stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. In acht Städten in fünf Bundesländern werden dafür sogenannte „Archegärten“ auf christlichen, muslimischen und jüdischen Grabfeldern eingerichtet. Landau ist eine dieser Pilotkommunen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung soll die Regenbogen-Archebank auf dem Friedhof sowohl als Symbol für Vielfalt und Offenheit dienen als auch Besuchern einen Ort der Ruhe bieten. Die Bank wurde in Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde als Eigentümerin des Grabfelds, der städtischen Friedhofsverwaltung, Ehrenamtskoordinatorin Angelika Kemmler und der Schreinerei der Projekt Werkstatt Landau umgesetzt.

Die Projektleitung liegt bei Dr. Deborah Williger vom Institut für Theologische Zoologie. Sie betont die Verbindung von Symbolik und Funktion: Die Bank stehe für Vielfalt, Hoffnung und interreligiösen Dialog und lade zugleich zum Innehalten und Nachdenken ein.

Die Regenbogenfarben der Bank knüpfen an das städtische Projekt der sogenannten Regenbogen-Plauderbänke an, die seit 2023 an mehreren Standorten im Stadtgebiet Begegnungen fördern sollen.

Gefördert wird das ITZ-Projekt „Der Friedhof lebt – Interreligiöse Archegärten in Deutschland“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE NRW). Unterstützung erfährt das Projekt außerdem durch die Universität Münster (Institut für Landschaftsökologie, Agroforst-Monitoring, Arbeitsstelle Forschungstransfer, Zentrum für Islamische Theologie), die Universität Potsdam (School of Jewish Theology), das Bistum Münster und das Erzbistum Köln.

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