
V.li.: VG-Bürgermeister Mike Schönlaub, Landart Martin Brandl und Kandels Stadtbürgermeister Michael Gaudier.
Foto: über ZÖEPNV
Landau/Kandel /Queichtal – Seit mehreren Wochen fahren südlich von Landau keine Züge mehr, inzwischen ist auch die Strecke ins Queichtal gesperrt. Für die Fahrgäste bedeutet das längere Wege und längere Fahrzeiten.
Der Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV Süd) wollte deshalb für etwas Abkühlung sorgen und verteilte am vergangenen Freitag gemeinsam mit dem Germersheimer Landrat Martin Brandl, dem Kandeler Verbandsbürgermeister Mike Schönlaub und dem Kandeler Stadtbürgermeister Michael Gaudier Mini-Ventilatoren an Fahrgäste der Ersatzbusse in der Südpfalz.
Unter dem Motto „Mach dir mal Luft“ möchte sich der ZÖPNV Süd damit bei den Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Für die Sperrungen ist der Zweckverband nicht verantwortlich. Sie wurden von der DB InfraGO festgelegt. Der Ersatzverkehr mit Bussen bringt allerdings gegenüber dem Zug längere Fahrzeiten mit sich.
Bahnübergang und Kerwe sorgen für weitere Änderungen
Wegen Reparaturarbeiten am Bahnübergang südlich von Rohrbach und der Kerwe in Steinweiler ändern sich in Kürze die Fahrpläne der Busse.
Der Bahnübergang südlich von Rohrbach an der L554 wird wegen Arbeiten an den Gleisen vom 6. bis 10. September sowie vom 13. bis 17. September jeweils abends und nachts gesperrt. Die Spätbusse werden ab etwa 22.30 Uhr umgeleitet und fahren in dieser Zeit nach einem geänderten Fahrplan.
Bereits vom 22. bis 25. August sorgt die Kerwe in Steinweiler für eine Umleitung im Ort. Die Haltestelle Rathaus wird während dieser Zeit nicht angefahren. Stattdessen gibt es eine Ersatzhaltestelle am Friedhof.
Die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Landau und Kandel soll zum 1. Oktober beendet werden, die Sperrung im Queichtal bereits zum 26. September. In den Herbstferien vom 5. bis 11. Oktober wird der Abschnitt zwischen Godramstein und Landau allerdings erneut gesperrt. Grund sind Arbeiten an der Brücke der B10.
ZÖPNV Süd: Ersatzbusse werden deutlich weniger genutzt
Ein erstes Resümee des ZÖPNV Süd fällt ernüchternd aus: Die Ersatzbusse werden deutlich weniger genutzt als die Züge normalerweise. Nach Einschätzung des Zweckverbands meiden viele Fahrgäste den Ersatzverkehr möglichst, obwohl zahlreiche Busse als Ersatz für die Züge eingesetzt werden.
Für den ZÖPNV Süd bestätigt das die Kritik an der Praxis der DB InfraGO, Bahnstrecken für Bauarbeiten häufig komplett zu sperren. Gerade bei längeren Sperrungen bestehe die Gefahr, dass Fahrgäste dauerhaft auf andere Verkehrsmittel ausweichen.
Ein guter Ersatzverkehr und eine verständliche Kommunikation seien deshalb wichtig für die Akzeptanz. Gleichzeitig dürfe sich die DB InfraGO nicht grundsätzlich auf Busse als Ersatz für ausfallende Züge verlassen. Es werde zwar immer Maßnahmen geben, die eine vollständige Sperrung notwendig machten. Trotzdem müsse jeder Zugausfall einzeln geprüft werden. Aus Sicht des ZÖPNV Süd könnten Bauen und Zugverkehr grundsätzlich auch miteinander funktionieren.
Fehler in Online-Auskunft korrigiert
Auch bei den Fahrplanveröffentlichungen habe es einzelne Pannen gegeben. Die bekannten Fehler seien inzwischen von DB Regio als verantwortlichem Unternehmen korrigiert worden.
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