
Anfeindungen gegen Bürgermeister Lukas Hartmann – nicht das erste Mal.
Foto: Pfalz-Express/Epple
Landau – Ein Facebook-Kommentar mit einem Aufruf zu Gewalt gegen den Landauer Bürgermeister Lukas Hartmann (Grüne) hat die Staatsanwaltschaft und Polizei auf den Plan gerufen.
Am Mittwoch durchsuchten Polizeikräfte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landau die Wohnung eines 39-Jährigen und stellten ein Mobiltelefon sicher.
39-Jähriger räumt Urheberschaft ein
Der Mann soll den Kommentar unter einem Beitrag einer regionalen Tageszeitung veröffentlicht haben. Darin wurde zu Gewalt gegen den Bürgermeister aufgerufen.
Die Ermittler konnten den mutmaßlichen Verfasser identifizieren. Bei der Durchsuchung stellten sie ein Mobiltelefon sicher. Außerdem führten die Polizeikräfte mit dem 39-Jährigen eine sogenannte Gefährderansprache durch.
Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei räumte der Mann ein, den Kommentar selbst verfasst zu haben. Zugleich gab er an, keinen tatsächlichen Angriff auf den Politiker geplant zu haben.
Hartmann schon öfter bedroht
Es ist nicht die erste Bedrohung gegen Hartmann. Im November 2025 wurde unter einem Facebook-Post der Stadt Landau zu Gewalt gegen den Bürgermeister [1] aufgerufen. Die Polizei ermittelte damals einen 49-Jährigen aus dem Kreis Südliche Weinstraße als Verfasser; auch seine Wohnung wurde durchsucht.
Bereits 2023 war Hartmann zudem an seiner eigenen Haustür von einem Mann bedroht worden.
„Hasspostings dokumentieren“
Die Polizei empfiehlt Betroffenen, Hasspostings zu dokumentieren und entsprechende Screenshots oder Kopien zu sichern. Außerdem sollten Datum, Uhrzeit und Quelle des Beitrags festgehalten werden. Hasspostings können bei jeder Polizeidienststelle oder über die Onlinewache der Polizei Rheinland-Pfalz [2] angezeigt werden.
Weitere Informationen und Präventionstipps zum Thema Hass und Hetze gibt die Initiative contraHass RLP [3].