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Krönung in der „Kreishauptstadt“: Klaudia Osmólska und Hannah Satter sind die neuen Weinprinzessinnen der Südlichen Weinstraße

Dietmar Seefeldt, Klaudia Osmolska, Hannah Satter, Markus Becker, Klaudia Göpel und Johannes Keller nach der Krönung.
Foto: Heinz Lambert

Edenkoben. Klaudia Osmólska und Hannah Satter werden den Kreis Südliche Weinstraßen in der Amtszeit 2026/2027 als Weinprinzessinnen ebenso regional, wie überregional bei verschiedenen Veranstaltungen und Anlässen repräsentieren.

In einer feierlichen und dennoch wunderbar lockeren Zeremonie wurden Klaudia aus St. Martin und Hannah aus Annweiler, von der noch bis zum kommenden Freitag amtierenden pfälzischen Weinprinzessin Susanna Singer aus Edenkoben gekrönt.

Die neuen Prinzessinnen treten die Nachfolge von Klaudia Göpel aus Silz und Johannes Keller aus Münchweiler am Klingbach, an. Johannes strebt ja noch höhere Weihen an, stellt er sich doch am Freitag, 2. Oktober, im Neustadter Saalbau zur Wahl der pfälzischen Weinhoheit. Er wäre dann der erste Mann auf dem Thron, dann ja vielleicht nicht nur als Weinhoheit, sondern als Weinkönig.

Quelle: Lambert/Pfalz-Express

Für Klaudia Göpel endet hingegen zumindest vorerst die Reise als Botschafterin des Weines. Sie studiert derzeit im bayrischen Veitshöchheim bei der Bundeswehr Öffentlichkeitsarbeit und wird deshalb vorübergehend auch dort leben. So fehlt ihr einfach die Zeit, um weiter den Wein und die Region zu repräsentieren.
„Ich wollte Johannes bei seinem Ambitionen ja auch keine Konkurrenz machen“, sagte sie mit verschmitztem Lächeln.

Susanna Singer mit den ehemaligen Hoheiten Johannes Keller und Klaudia Göpel.
Foto: Lambert

Die Krönung der SÜW-Prinzessinnen fand in diesem Jahr wieder im Schloss Villa Ludwigshöhe statt, nachdem die Renovierung der Sommerresidenz von König Ludwig I. von Bayern, nach mehrjähriger Renovierungsphase in diesem Jahr endlich abgeschlossen und die Villa wieder für die Öffentlichkeit freigegeben wurde.

Edenkobens Stadtbürgermeister Daniel Poth begrüßte die Gäste. „Herzlich willkommen in der Kreishauptstadt Edenkoben“ rief er nicht zuletzt in Richtung von Landrat Dietmar Seefeldt, der die kurzfristige Verlegung seines Amtssitzes von Landau nach Edenkoben für diesen Abend zuließ.

In gewissem Sinne war Edenkoben ja tatsächlich mal so eine Art Hauptstadt, als sie von 1802 bis 1814 Französisch war und den Sitz des Kantons Edenkoben innehatte, dem 24 weitere Gemeinden angehörten.

Poth dankte dem Hausherren, der das Schloss einst in den Jahren 1846 bis 1852 erbauen ließ. „Obwohl – der Hausherr ist ja schon lange tot“, merkte Poth mit leichtem Lächeln an. Dietmar Seefeldt stellte fest, dass man an die eigentliche Krönungsstätte der Weinprinzessinnen des Kreises zurückgekehrt sei. Der prächtige ehemalige Speisesaal der Villa bot den richtigen Rahmen.
„Aber auch das Künstlerhaus Edenkoben, in dem die Krönungen ja in den letzten Jahren stattfanden, bot stets ein wunderbares Ambiente für dieses schöne Zeremoniell“, lobte Seefeldt.

Seine an Klaudia Göpel und Johannes Keller gerichtete Botschaft „Eure letzte Stunde hat geschlagen“, löste gleich lautes Lachen aus, auch wenn sich diese ja nur auf das Ende der Amtszeit bezog.

Claudia Osmolska, Bellemer Lord Marco Schmitt, Hannah Satter und Landrat Dietmar Seefeldt.
Foto: Lambert

Dann entdeckte er Marco Schmitt im Publikum, eine weitere Hoheit, allerdings eine des Bieres, nicht des Weines. „Der Bellheimer Lord passt ja heute sehr gut zu uns“ stellte der Landrat fest. „Es gibt Termine, die sind Pflicht, andere sind Kür, so für mich der heutige, inclusive des Besuchs des Weinfestes“, so Seefeldt.

Sein Dank ging an alle Repräsentantinnen und Repräsentanten, die sich für solche Aufgaben, wie die der Weinhoheiten zur Verfügung stellen, so auch an Klaudia und Johannes. „Ihr habt unsere Region ein Jahr lang in hervorragender Art und Weise vertreten!“
Zu Klaudia Osmolska und Hannah Satter sagte er: Herzlichen Dank, dass ihr bereit seit das Gesicht der Südlichen Weinstraße zu sein. Ich wünsche euch beiden eine tolle Amtszeit!“

Johannes Keller blickte zurück. „Vielen Dank für ein wunderbares Jahr mit tollen Veranstaltungen. Dank für die vielen schönen Gespräche und Begegnungen. Ich bekomme schon Tränen in die Augen, weil alles so bewegend war“, sagte er mit leicht belegter Stimme.

Aus Klaudia Göpel sprudelte es dann nur so heraus. „Schön das sie die letzten Minuten unserer Amtszeit hier mit uns verbringen. Es war ein wirklich aufregendes Jahr mit vielen Highlights. Sehr schön immer wieder zu erfahren, dass es bei Veranstaltungen nach dem offiziellen Teil immer noch weitergeht und man dann so vielen Menschen näher kommt. Weinfeste sind das Spiegelbild dessen, was uns hier im Kreis Südliche Weinstraße ausmacht. Alle guten Wünsche für unsere Nachfolgerinnen!“

Ihr stockte dann doch das ein oder andere Mal die Stimme. Daniel Salm Bürgermeister der Verbandsgemeinde Edenkoben erkannte die Probleme und half mit einem Glas Wasser aus. So konnte sie dann doch noch ein letztes Mal zum gemeinsamen Anstoßen einladen und einen wunderschönen Trinkspruch verkünden: „Die Krone geht ab, die Erinnerung bleibt, egal was die Zukunft noch für uns schreibt.
Reben, Sonne, Pfälzer Leben – das kann es nur an der Weinstraße geben!
Vergessen werd´ ich diese Wege nie, drum heben wir die Gläser heut`,
auf Heimat, Wein und Lebensfreud´!“
„Die Erinnerungen kann uns niemand mehr nehmen“, schloss sie ihre Rede ab.

Uta Holz, Geschäftsführerin des Vereins SÜW, sagte zu Klaudia und Johannes: „Ihr wart schon gut als ihr ins Amt kamt, aber im vergangenen Jahr seit ihr mit den Aufgaben noch weiter gewachsen. Wir drücken nun alle Johannes die Daumen bei der Wahl zur pfälzischen Weinhoheit!“

Es folgte der Höhepunkt des Abends. Klaudia legte ihre Krone und Johannes seine Amtskette ab. Dann krönte Susanna Singer zuerst Klaudia Osmólska und dann Hannah Satter mit den Krönchen zu Weinprinzessinnen der Südlichen Weinstraße.

Susanna stellte fest: „Ich kann eure Vorfreude förmlich spüren. Das Amt ist mehr, als nur einen Krone oder eine Amtskette zu tragen. Gerade in der heutigen Zeit braucht der pfälzische Weinbau junge Persönlichkeiten, die unseren Wein repräsentieren! Eine neue Krönung, bedeutet auch ein neues Kapitel!“

Die 20 Jahre junge Klaudia Osmólska lobte die Villa, die nun wieder in neuem Glanz erstrahlt. „Sie birgt aber auch viele alte Geschichten in sich, so wie auch wir.“

Sie erzählte davon, dass sie als Kind mit ihren Eltern zu den Winzerfestumzügen nach Neustadt fuhr, dort die Weinprinzessinnen und Weinköniginnen sah und schon damals davon träumte auch einmal Prinzessin zu werden.

„Ich bin ja schon früh mit dem Weinbau in Kontakt gekommen und habe schon als Kind erlebt, wie viel Arbeit in jedem Glas Wein steckt. Als Weinprinzessin in St. Martin nahm ich in zwei Jahren über 90 Termine wahr, ich bin gespannt wie viele es nun als Prinzessin des Kreises werden.“
Sie wird sich ihre Zeit gut einteilen müssen, studiert sie doch aktuell Volkswirtschaftslehre an der Universität in Mannheim.

Auch Hannah Satter kennt sich mit Wein bestens aus, arbeitete sie doch einige Jahre in einem Weinausschank und fand so ihr Interesse am Wein, aber auch an den Menschen, die dahinter stehen. Auch sie bringt eine royale Vergangenheit mit, denn sie war Kastanienprinzessin in ihrer Heimatstadt Annweiler.

Klaudia und Hannah
Foto: Lambert

„Ich bin sehr glücklich, dass ich nun ein Jahr lang die Südliche Weinstraße vertreten darf“, so die 27-jährige.
Auch sie muss den Spagat zwischen Beruf und weinhoheitlichen Aufgaben schaffen, denn zur Zeit ist sie als Rechtspflegeanwärterin am Oberlandesgericht Zweibrücken gefordert.

„Wir wollen die Südliche Weinstraße noch sichtbarer machen – ihre Geschichte und ihre Menschen. Wir wollen das Sprachrohr sein, das unserer Region Gehör verschafft“, machte Klaudia die Ziele der beiden Hoheiten klar.

Hannah ergänzte: „Wir wollen den Menschen klar machen, was der Wein für unsere Region bedeutet! Die Erlebnisse, die ich schon in der Vergangenheit als Kastanienprinzessin in Annweiler hatte, sind schwer in Worte zu fassen.“

Ich freue mich, so tolle Weinprinzessinnen wie euch zu bekommen“ erklärte Uta Holz.

„Unsere Lebenswege kreuzten sich ja schon vorher und sie werden es sicher auch in Zukunft tun“, stellte Christian Burkhart, Bürgermeister der VG Annweiler, an alle vier Hoheiten gerichtet, fest. „Ich freue mich auf das Jahr mit euch, liebe Hannah und liebe Klaudia!“

Beigeordneter Eberhard Frankmann, Herxheimer Bürgermeister Christian Sommer und Markus Becker im Gespräch.
Foto: Lambert

Gabriele Flach, Bürgermeisterin der VG Maikammer, wünschte den neuen Hoheiten auch im Namen des St. Martiner Ortsbürgermeisters Timo Glaser alles Gute.
Sie sprach aber auch über die Herausforderungen für die Winzer.

„Die Menschen kommen nicht nur, aber eben auch des Weines wegen in unsere Region. Es ist wichtig persönliche Gespräche zu führen und den Austausch mit den Winzern zu suchen. Es geht darum, Gefühle zu erzeugen. Wein ist Teil unserer DNA, unsere Identität! Eine Weinhoheit gibt dem Wein ein persönliches Gesicht!“
Flachs Dank ging an Klaudia und Johannes: „Ihr habt die Südliche Weinstraße mit viel Herzblut repräsentiert!“

Die Edenkobener Prinzessinnen Melinda Flach und Celina Baumann
Foto: Lambert

Die Edenkobener Weinprinzessin Celina Baumann schloss sich dem Dank an die bisherigen Hoheiten an und erinnerte an gemeinsame Begegnung bei verschiedenen Veranstaltungen. „Genießt die Termine und Veranstaltungen. Macht die Amtszeit zu eurer eignen“, sagte sie zu Klaudia und Hannah. „Und nun lade ich sie alle ein beim Weinfest weiter zu feiern!“

Traubensaftprinzessin Melinda Damm freute sich riesig, dabei zu sein.
„Dank an Klaudia und Johannes für ein tolles Jahr. Klaudia und Hannah wünsche ich tolle Momente“, so Melinda in ihrer bekannt liebenswerten und herzlichen Art.

Daniel Poth dankte abschließend Susanna Singer, deren Amtszeit ja leider am Freitag endet. „Du warst eine tolle Pfälzische Weinprinzessin und hast die ganze Pfalz hervorragend vertreten!“

Für die musikalische Umrahmung der Krönung sorgten die „Brass-Brothers“ mit gekonnter Blasmusik.

Direkt im Anschluss an die Krönungsfeierlichkeiten ging es in die Edenkobener Innenstadt, wo Klaudia Osmólska, Hannah Satter und Celina Baumann das Weinfest der Südlichen Weinstraße eröffneten.

Dort wurde dann der diesjährige Ehrengast Markus Becker, wie es schon Tradition ist, in Wein und Traubensaft aufgewogen. „Da ist es ja fast schon bedauerlich, dass ich zuletzt rund 30 Kilo abgenommen habe“, stellte der sympathische Partysänger aus Gleisweiler fröhlich lachend fest. (Text und Fotos: Heinz Lambert, Burrweiler)

Gut gelaunt: Uta Holz und Markus Becker
Foto: Lambert

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