
Symbolbild: Pfalz-Express
Kreis Germersheim – Die Polizeiinspektionen Germersheim und Wörth haben am Freitag (6.4. 2023) die Kriminalstatistik für das Jahr 2022 veröffentlicht.
Demnach wurden im Dienstbezirk der Polizeiinspektion Germersheim insgesamt 4242 Straftaten erfasst. De Aufklärungsquote betrug 63,7 Prozent. Knapp zwei Drittel aller registrierten Straftaten konnten also aufgeklärt werden.
Der Dienstbezirk erstreckt sich auf die Stadt Germersheim mit dem Stadtteil Sondernheim (20.716 Einwohner), die Verbandsgemeinde Bellheim (13.715 Einwohner), die Verbandsgemeinde Lingenfeld (17.104 Einwohner) und auf die Verbandsgemeinde Rülzheim mit 15.367 Einwohner.
Das Wichtigste in Kürze:
- Anstieg der Gesamtstraftaten um 285 Fälle (7,2%).
- Aufklärungsquote liegt leicht unter dem Durchschnitt von Rheinland-Pfalz.
- „Rückkehr zur Normalität“ in Bezug auf die Coronapandemie führt zu einem Anstieg der Fallzahlen in beinahe allen Deliktbereichen.
- Anzahl der Tatverdächtigen unter 14 Jahren erreicht Höchstwert.
- Diebstahlsdelikte steigen auf den Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
- Gewaltkriminalität sinkt deutlich.
- Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erreichen einen Rekordwert.

Grafik: PI Germersheim
Polizeiinspektion Wörth
Auch die Polizeiinspektion Wörth hat ihren Jahresbericht zur Kriminalität veröffentlicht.
Demnach stehe nach dem dem niedrigen Kriminalitätsniveau der Corona-Jahre 2020/2021 das Berichtsjahr 2022 im Licht einer zunehmenden Kriminalität, hieß es.
Die Fallzahlen stiegen bei einer Aufklärungsquote von 63,1 % um 167 Fälle auf insgesamt 2998 Straftaten. Besonders die Anstiege im Bereich der Wohnungseinbrüche und der Fahrraddiebstähle stühen mit der Verringerung des Homeoffice bzw. der vermehrten Aktivität der Bevölkerung in einem Kausalzusammenhang.
Zum Dienstbezirk gehören die Stadt Wörth mit den Stadtteilen Maximiliansau, Schaidt und Büchelberg (18.274 Einwohner), die Verbandsgemeinde und die Stadt Kandel (16.226 Einwohner), die Verbandsgemeinde Jockgrim (17.219 Einwohner) und die Verbandsgemeinde Hagenbach (10.692 Einwohner).
Die PI Wörth ist also für rund 62.411 Einwohner auf einer Fläche von zirka 278 Quadratkilometern
zuständig. Die erhöhte Verkehrsbelastung ergibt sich insbesondere durch die überregionalen
Transitstrecken Bundesstraße 9 und Bundesautobahn 65.
Das Wichtigste in Kürze:
Steigerung der Gesamtzahl der registrierten Straftaten um 167 auf insgesamt 2998 Fälle.
Rückgang der Aufklärungsquote um 3,4 % auf 63,1 %.
Rückgang der Fallzahlen in folgenden Bereichen:
- Taschendiebstahl um 24 Fälle (-75 %)
- Gefährliche Körperverletzung um 9 Fälle (-14,5%)
- Betrug um 55 Fälle (-13,4 %)
- Beförderungserschleichung um 35 Fälle (-29,9 %)
- Beleidigung um 41 Fälle (-17,3 %)
- Sachbeschädigung um 19 Fälle (-13,5 %)
Anstieg der Fallzahlen in folgenden Bereichen:
- Straftaten gegen das Leben um 1 Fall (+100%)
- Wohnungseinbruchsdiebstahl um 23 Fälle (+115%)
- Fahrraddiebstähle um 75 Fälle (+108,7 %)
- Diebstahl von/aus Automaten um 13 Fälle (+ 185,71 %)
- Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Inhalte um 29 Fälle (+261,9 %)
- Brandstiftung um 41 Fälle (+341,67 %)

Grafik: PI Wörth
Den jeweils ausführlichen Kriminalitätsreport gibt es auf den Webseiten der Polizeiinspektionen.
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