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Kreishaus Bad Dürkheim: Dachbegrünung wird umgesetzt

Kreisverwaltung Bad Dürkheim
Archivfoto: kv-düw

Bad Dürkheim. Seit einem halben Jahr laufen die Maßnahmen an der Dachbegrünung auf dem Kreishaus, die mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes für Städte, Gemeinden und Landkreise finanziert werden.

Die Kosten von rund 400.000 Euro werden zu 100 Prozent übernommen. Insgesamt hat der Landkreis dank KIPKI eine Pauschalförderung von knapp zwei Millionen Euro erhalten, die für Klimaschutzprojekte und Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels eingesetzt werden können.

Die Bewilligung der Fördermittel ist im April 2024 bei der Kreisverwaltung angekommen, abgerufen wurden sie im August 2025. Die Projekte müssen bis Juni 2026 umgesetzt sein. Dabei wird die Dach- und Fassadenbegrünung des Kreishauses an das sich ändernde Klima angepasst. Das soll sowohl Natur- und Artenschutz fördern als auch das Raumklima im Gebäudeinneren verbessern.

Begrünte Flächen speichern Regenwasser, entlasten die Kanalisation und wirken im Sommer kühlend und im Winter wärmedämmend. Die Begrünung soll zudem die Luftqualität verbessern und zugleich Lebensraum für Flora und Fauna schaffen. Zusätzliches Grün in der Stadt sorgt auch immer für eine Verbesserung der Luftqualität.

Die Arbeiten haben Anfang Juni begonnen und sollen spätestens im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Wenn das Wetter mitspielt, könnten die neuen Dachflächen aber auch schon Ende Januar fertig werden.

Zunächst war ein Gerüst errichtet worden. Dann wurden die Flachdächer der Kreisverwaltung, die zuvor mit Kies bedeckt waren, mit einem Schlauch abgesaugt. Der Kies wurde abtransportiert. Danach wurden die alten Schichten mit Dämm-Materialien und Abdichtungen entfernt.

Auch Pflanzkübel am Rand der Dächer wurden entfernt, um eine einheitliche Dachfläche zu schaffen. Die Arbeiten betreffen zunächst den B- und C-Block des Kreishauses. Am Ende sind rund 900 Quadratmeter Dachfläche energetisch saniert und abgedichtet worden. Die oberste Schicht bildet nun ein Granulat, das Wasser speichert und Samen und Humus enthält.

Spätestens im Frühjahr sollen Sedum, Kräuter und Gräser für Grün auf den Dächern der „Senffabrik“ sorgen. Teil des Projekts ist auch eine Absturzsicherung mit Geländern. Außerdem sind gepflasterte Wege nötig, die künftig die Pflege der Flächen erleichtern sollen – wobei die Pflege dank wasserspeicherndem Granulat wenig arbeitsintensiv sein wird.

Bis zu 30 Zentimeter hoch werden die Pflanzen wachsen. Gesät wurde ein Artenmix aus Sedum, Kräutern und Gräsern. Größere Pflanzen sind aufgrund der Statik des Gebäudes nicht möglich.

Berechnungen zufolge sorgen die begrünten Dachflächen und die verbesserte Dämmung nicht nur für sinkende Heizkosten, sondern künftig für eine jährliche CO2-Einsparung von 19 Tonnen.

Zum Vergleich: Das entspricht der „Leistung“ von 1520 Buchen pro Jahr. In der ursprünglichen Projektplanung war auch eine Fassadenbegrünung angedacht. Hier müssen bestehende Planungen aber noch einmal überarbeitet werden, da die ursprünglichen Ideen mit von oben herabwachsenden Pflanzen nicht umsetzbar sind.

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