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Kreis SÜW empfiehlt wegen Vogelgrippe Sicherheitsmaßnahmen für Geflügelhalter

Geflügel sollte derzeit besser im Stall bleiben.  Foto: Pfalz-Express [1]

Geflügel sollte derzeit besser im Stall bleiben.
Foto: Pfalz-Express

SÜW – Wegen des jüngsten Auftretens der Vogelgrippe in mehreren Bundesländern weist die Veterinärabteilung der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße die Halter von Geflügel auf bereits geltenden Sicherheitsvorgaben der Geflügelpestverordnung hin und empfiehlt zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen.

Gebiete mit einem erhöhten Infektionsrisiko für Hausgeflügel seien zum Beispiel Rastgebiete von Zugvögeln oder Gebiete mit Vorkommen von Wasservögeln. Von dort ausgehend könne sich eine Infektion bis in Kleingeflügelbestände ausbreiten.

Alle Geflügelhalter seien ohnehin gesetzlich verpflichtet, ihre Tiere nur an Stellen zu füttern, die für Wildvögel unzugänglich sind und die Tiere nicht mit Wasser zu tränken, zu dem auch Wildvögel Zugang haben, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung.

Ebenso müssen Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

Darüber hinaus empfiehlt die Veterinärabteilung folgende sogenannte Biosicherheitsmaßnahmen:

  • Freiwillig Geflügel aufstallen oder in überdachten Ausläufen halten. Als Aufstallung gilt das Halten in geschlossenen Ställen oder in sogenannten Wintervolieren, also in Ausläufen mit Abdeckung nach oben und seitlicher Sicherung gegen das Eindringen von Wildvögeln.
  • Tränken im Freien entfernen und Geflügel keinen Zugang zu natürlichen Gewässern gestatten.
  • Fütterung nur in geschützten Stallbereichen; möglichst kein Grünfutter verfüttern.
  • Keine fremdem Geflügelbestände aufsuchen, Besucherkontakte vermeiden.
  • Unnötiges Betreten des Geflügelbestandes vermeiden.
  • Möglichst kein Geflügel transportieren.
  • Auf Ausstellungen, Schauen oder Börsen mit Geflügel verzichten.
  • Tierkadaver sicher und vor Wildtieren geschützt lagern.
  • Direkten Kontakt zu verendeten oder kranken Wildvögeln vermeiden.

Wer bei seinen Tieren Auffälligkeiten oder vermehrt Todesfälle feststellt, sollte dies vom Tierarzt prüfen lassen.

Geflügelhalter (auch Hobbyhalter), deren Bestand noch nicht bei der Veterinärabteilung der Kreisverwaltung gemeldet ist, müssen dies nun umgehend nachholen (§ 26 Viehverkehrs-VO): veterinaeramt@suedliche-weinstrasse.de [2], Tel.: 06341-940 364.

In Rheinland-Pfalz ist bisher noch kein Fall eines Ausbruchs bei Wild- oder Hausgeflügel festgestellt wurde.

Fälle von Infektionen mit Vogelgrippe des Typs H5N8 beim Menschen sind bisher ebenfalls nicht bekannt.

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