Freitag, 15. November 2019

Kreis Germersheim: Ärztinnen im Bereitschaftsdienst fürchten um ihre Sicherheit

27. April 2018 | 14 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim

Symbolbild: Pfalz-Express

Kreis Germersheim – Alle 45 niedergelassenen Fach- und Hausärztinnen im Landkreis Germersheim haben sich mit einem gemeinsamen Schreiben an die Öffentlichkeit, die Kassenärztliche Vereinigung und auch an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Thomas Gebhart, gewandt, um gegen die gegenwärtige Situation im ärztlichen Bereitschaftsdienst zu protestieren.

Die Ärztinnen müssen Hausbesuche in den Abend- und Nachtstunden ohne Begleiter oder Zeugen erledigen, da nach 19 Uhr kein Fahrdienst mehr zur Verfügung steht – eine gefährliche und unhaltbare Situation, da die Frauen allein fremde Wohnungen betreten müssen.

Die Ärztinnen fordern in ihrem Brief Begleitung, beispielsweise von einem Sanitäter. Besonders in einigen Ecken von Germersheim sei die Gefahr besonders groß. Die Rede ist auch von großen Summen, die Ärztinnen ihren Kollegen zum Tausch für die Dienste anbieten.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete für die Südpfalz, der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Gebhart, dazu in einer Mitteilung: „Ich unterstütze das Anliegen der Ärztinnen und Ärzte ausdrücklich. Ich habe großes Verständnis dafür.“

Der aktuelle Zustand sei „sehr problematisch“ – gerade in Zeiten, in denen Aggressionen unter anderem gegenüber Helfern keine Seltenheit mehr seien.

Gebhart will sich des Themas „gezielt annehmen“ , er habe in naher Zukunft ein Treffen mit dem zuständigen Ansprechpartner der Ärzteschaft zugesagt. Zudem werde er in einer Zusammenkunft mit der verantwortlichen Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz Anfang Juni das Thema direkt besprechen. „Mein Ziel ist es, eine gute und flächendeckende ärztliche Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Dazu gehören auch vernünftige Bedingungen für die Bereitschaftsdienste.“

Auch Matthias Joa, migrationspolitischer Sprecher der AfD im Landtag Rheinland-Pfalz, äußerte sich unter anderem so: „Die AfD-Fraktion trägt die Forderung der Medizinerinnen mit, wissend, dass es sich um reine Symptombehandlung handelt. Germersheim hat in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel vollzogen. Damit die teils prekären Zustände sich nicht noch verschärfen, muss nun das Land entschieden eingreifen und weitere Maßnahmen verhängen. Gerne beteiligt sich die AfD an einer lösungsorientierten und faktenbasierten Debatte.“

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14 Kommentare auf "Kreis Germersheim: Ärztinnen im Bereitschaftsdienst fürchten um ihre Sicherheit"

  1. Peter sagt:

    Wieviele der 45 Ärztinnen haben denn in der Vergangenheit brav geklatscht und bei Kandel ist bunt mitgemacht?

    Warum kommen die Damen nicht einfach am 6.5. nach Germersheim zur Demo Kandel ist überall? Ach so, Ross und Reiter beim Namen nennen geht natürlich zu weit.

  2. fredvumjupiter sagt:

    Tja wie bestellt so geliefert. Die Zeiten sind vorbei, wo eine Frau Nachts alleine auf die Gass konnte. Die letzten (…) (auch Gutmenschen) genannt werden auch noch aufwachen.

    PS Wenn man mir einen Revolver gibt, mache ich den Job jeden Abend für 1.000 Euro und begleite die Ärztinnen zu ihren Visiten.

  3. qanon sagt:

    Die Ärztinnen sollten einen offenen Brief an den Innenminister Lewentz und Kanzlerdarstellerin mErKEL schreiben. Bringt zwar kein Ergebnis aber mehr aufmerksam als nur in der lokalen Presse zu erscheinen.

    • Kai Schnabel sagt:

      „qanon“ – ich stimme Ihnen zu!!!
      In den Verteiler des offenen Briefes würde ich mindestens noch unsere Frau Dreyer, Frau Spiegel (ist aktuell in Mutterschutz), Herrn Dr. Braun (Grüne), Herrn Hitschler (SPD) und Herrn Dr. Wissing (FDP) mit aufnehmen und an eine große deutsche Presseagentur m.d.B. um Veröffentlichung weitergeben.
      Diese Zustände wird es ja nicht nur im Kreis Germersheim geben. Es ist eine Hilferuf, der ernst genommen werden sollte! Vielleicht gibt es weitere mutige Ärztinnen/Ärzte/Rettungssanitäter usw. und es geht endlich mal ein Aufschrei durch unsere Republik.

      • Hans-Jürgen Höpfner sagt:

        Auffallend ist, dass Rheinpfalz.de sowie andere Mainstream-Medien kein Wort darüber verlieren, vor wem die Ärztinnen plötzlich solche Angst haben.

        Eine Andeutung kommt auch nicht von Chris.
        Dann sollte es ja klar sein.

  4. andyakbar sagt:

    Germersheim, ist das nicht die Musterstadt der Integration der Wiederaufbautürken? Vor wem haben die Ärztinnen Angst? Vor den Germersheimern? Vor dem Messerafgahanen aus Kandel? Oder ist die Angst eher diffus z.B. vor der Nacht? Warum gibt es gerade in Germersheim so Probleme?

  5. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Ein Artikel, der politisch-korrekt um den HeißenBrei eiert!

    Sie sollten die URSACHE der Misere benennen:

    Islamische unkontrollierte Masseneinwanderung.

  6. Kai Schnabel sagt:

    Ist das nicht unser SICHERES Land, von dem uns die Politiker (in ihren Elfenbeintürmen) und die Gutmenschen immer erzählen?
    Wäre es nicht an der Zeit, dass sich mehr Menschen trauen, zur nächsten Demo gegen diese illegale und unkontrollierte Masseneinwanderung zu gehen? Meines Wissens ist die nächste Demo am 05.05. in Germersheim!
    Deutschland wird aufgrund einer geschlossenen Vereinbarung unserer Bundeskanzlerin (Resettlement-Programm) wieder 10.000 Schwarzafrikaner aufnehmen (50.000 sollen auf die EU verteilt werden – WER soll die anderen 40.000 aufnehmen? – es wird nicht viele Länder geben die „hier“ rufen)
    Die Resettlementflüchtlinge erhalten einen Aufenthaltstitel nach §23 Abs. 4 und müssen kein Asylverfahren durchlaufen!
    Werden wir Bürger gefragt ob wir einverstanden sind – NEIN!

  7. Ben sagt:

    Thomas Gebhart´s CDU hat die Probleme doch verursacht: Erst durch jahrzehntelange falsche Migrationspolitik in der Kreisstadt (mittlerweile knapp 60% Migrantenanteil) – insbesondere unter BGM Heiter (CDU), der munter Migranten aus den umliegenden Gemeinden anwarb, um vielleicht doch noch OB zu werden – und dann durch die rechtswidrige Grenzöffnung für hundertausende Illegale Einwanderer. Ich kann mich nicht erinnern, daß der frischgebackene Parlamentarische Staatssekretär Gebhart sich im Bundestag gegen die Politik seiner Chefin gestellt hat, geschweige denn, sich einmal kritisch geäußert hat. Solche Posten gibt es nämlich nur für diejenigen Parteisoldaten, die ganz auf Angela Merkels linker Linie sind. Insofern ist es scheinheilig, wenn er jetzt den „Kümmerer“ spielt.

  8. Lili sagt:

    Ich wäre froh, wenn mein Hausarzt Hausbesuche machen würde. Allerdings ist das nicht der Fall. Er möchte mich noch nicht mal sehen wenn ich krank bin. Meine Krankmeldung darf immer ein Familienangehöriger holen ohne dass mich der Arzt anschaut. Ich würde gerne meinen Hausarzt wechseln, allerdings ist es hier sehr schwierig denn alle Ärzte sind voll und nehmen keine Patienten mehr. Aus meiner Sicht sehe ich eher ein Mangel an guten Hausärzten.
    Was die Sicherheit bei Hausbesuchen betrifft, könnte ich mir vorstellen dass es ganz viele ehrenamtliche Helfer gibt die gerne einen Hausarzt begleiten würden. Vielleicht sollte man da eine Vereinigung schaffen.

  9. Rainer T. sagt:

    „Besonders in einigen Ecken von Germersheim sei die Gefahr besonders groß“. Die deutschen Rentner in den Seniorenheimen in diesen Ecken von Germersheim sollten sich schämen! Da rufen sie Nächtens die Ärztin wegen Fußpilz und werden dann auch noch frech und aggressiv. Zum Glück dürfte die Unzahl an zugeflüchteten Ärztinnen bald soweit akklimatisiert sein, dass sie das übernehmen können. Jede Fachkraft, auch Ärztinnen, muss halt von unten anfangen. Bei allem Ärger ist aber doch der Wahlslogan des Merkel-Wahlvereins wahr: „Deutschland, ein Land in dem wir gut und gerne leben!“ (Auch Ärztinnen!).

    Vorschlag an PEX:
    Der Artikel bleibt ob der erlebten Gefahren ohne Inhalt. Wie wäre es, wenn PEX mal Ärztinnen einige Nächte begleitet und dann über die Erlebnisse berichtet?

  10. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Alle 45 niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen haben einen Brandbrief an die Kassenärztliche Vereinigung unterschrieben. Anlass sind die Bedingungen, unter denen sie in der Bereitschaftszentrale Germersheim ihren Dienst leisten müssen. Mittlerweile zahlen sie für Vertretungen lieber bis zu 1000 Euro – für 13 Stunden Dienst.

    „Wir Ärztinnen sind mittlerweile in Angst um unser Leib und Leben – oder würde man Frau/Mutter/Tochter nachts alleine in fremde Wohnungen schicken nach eventuell vorab fingiertem Notruf?“ – In dieser rhetorischen Frage gipfelt ein Schreiben aller Ärztinnen im Kreis Germersheim.

    Aus der RP vom Freitag, 27. April 2018

  11. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    +++ Brandbrief aus Germersheim +++

    45 Ärztinnen haben Angst vor Übergriffen und wollen deshalb keinen Bereitschaftsdienst mehr machen! Manche von ihnen zahlen ihren männlichen Kollegen bis zu 1.000 €, wenn sie sie vertreten. Das berichtet die Rheinpfalz heute im lokalen Artikel: „Kreis Germersheim: Ärztinnen fürchten um Leib und Leben.“

    Solidarisieren wir uns mit ihnen!

    Kommt zur Kundgebung von „Kandel ist überall“ am 6. Mai nach Germersheim!

    (…)

  12. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Vor welchen Personenkreisen sich Ärztinnen fürchten, darauf wird weder im Brandbrief noch im Artikel von „Die Rheinpfalz“ oder hier näher eingegangen. Könnte es sich um dieselbe Klientel handeln, die sich gegenüber Rettungskräften, Feuerwehrleuten und Polizisten respektlos verhalten und übergriffig werden?

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