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„Körperwelten“-Gründer Gunther von Hagens ist tot

Jesus am Kreuz

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Heidelberg – Der umstrittene Erfinder der Plastination, Gunther von Hagens, ist tot. Der an Parkinson erkrankte Mediziner starb bereits am Freitag im Alter von 81 Jahren, wie seine Familie am Montag mitteilte.

Von Hagens gilt als Erfinder des Plastinationsverfahrens, bei dem Körperflüssigkeit durch Kunststoff ersetzt wird, um tote Körper dauerhaft zu konservieren. Weltweit bekannt wurde er vor allem durch seine „Körperwelten“-Ausstellungen, in denen plastinierte Ganzkörperpräparate seit 1996 öffentlich zur Schau gestellt werden.

Kritik von Gegnern

Während von Hagens von seinen Anhängern als genialer Popularisierer der Anatomie gefeiert wurde, stieß er zeitlebens auf massive Kritik. Viele Ethiker, Theologen und Mediziner warfen ihm vor, mit den Toten schamlos Profit zu machen und die Würde des menschlichen Körpers zu verletzen.

Kritiker bemängelten vor allem die fragwürdige Herkunft mancher Leichen sowie die zunehmend spektakuläre und kommerzielle Inszenierung der Ausstellungen. Auch nach seinem Tod bleibt Gunther von Hagens eine polarisierende Figur: Für die einen ein mutiger Wissenschaftler, für die anderen ein Mann, der den Tod in eine schaurige Attraktion verwandelt hat. (dts Nachrichtenagentur/red)

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