
Symbolfoto: Esi Grünhagen/Pixabay
Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Südliche Weinstraße hat den Weg für einen neuen Kita-Einzugsbereich freigemacht. Ab dem Kindergartenjahr 2027/28 sollen Kinder aus Gleisweiler grundsätzlich die kommunale Kindertagesstätte in Roschbach besuchen.
Voraussetzung ist allerdings, dass die Kita in Roschbach bis dahin erweitert wird und mit bis zu 75 Betreuungsplätzen den gesetzlichen Anspruch auf eine durchgängige Betreuung erfüllen kann.
Bislang besuchen Kinder aus Gleisweiler überwiegend die Kindertagesstätte in Frankweiler. Wer dort bereits einen Platz hat, kann bis zum Schuleintritt in der Einrichtung bleiben. Auch Geschwisterkinder sollen, soweit es die Platzsituation zulässt, weiterhin gemeinsam in Frankweiler betreut werden, wenn die Eltern das wünschen.
Erster Kreisbeigeordneter Georg Kern erklärte, dass die Ortsgemeinden im Rahmen ihrer Selbstverwaltung entscheiden, in welcher Einrichtung der Betreuungsanspruch ihrer Kinder erfüllt werden soll. Das Jugendamt setze diese Entscheidungen anschließend im Bedarfsplan um. Jugendamtsleiterin Hannelore Schlageter betonte, dass die Verantwortung für die Kinderbetreuung von mehreren Akteuren gemeinsam getragen werde, von den Ortsgemeinden über die Träger und Jugendämter bis hin zum Landesjugendamt.
Auch die Frage des Transports wurde im Jugendhilfeausschuss geklärt. Besuchen mindestens fünf Kinder aus Gleisweiler die Kita in Roschbach und wünschen die Familien einen Bustransport, organisiert und finanziert der Landkreis diesen. Alternativ können Eltern, die ihre Kinder selbst zur Kita bringen, einen Zuschuss in Höhe des aktuellen Deutschlandtickets beantragen. Bislang finanziert der Landkreis bereits einen Kleinbus von Gleisweiler zur Kita nach Frankweiler.