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Kirchliche Organisationen fordern wirksames Klimaschutzprogramm 

Foto: Pfalz-Express

Pfalz – 62 evangelische und katholische Organisationen appellieren an die Bundesregierung, ein wirksames Klimaschutzprogramm vorzulegen. Darunter sind das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz. 

In ihrem gemeinsamen Appell betonten die kirchlichen Akteure die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen, die ihrer Ansicht nach wichtig seien, um „den Erhalt der Schöpfung“ zu sichern. Nach ihrer Einschätzung erwarteten viele Menschen in Deutschland mehr Klimaschutz, da dieser für ein modernes Land, ein gutes Leben und eine sichere Zukunft relevant sei.

Die Kirchen fordern unter anderem ein Festhalten an europäischen Klimaschutzvorgaben, eine konsequente Ausweitung des Emissionshandels und ein starkes nationales Klimaschutzprogramm mit neuen Maßnahmen. Dazu zählten eine schnellere Abkehr von klimaschädlichem Öl und Gas und deutlich höhere Investitionen in Klimaschutz, insbesondere in den Bereichen Mobilität und Wohnen. 

Zugleich erinnerten die Organisationen daran, dass viele Landeskirchen, Diözesen und Kirchengemeinden bereits eigene Maßnahmen ergriffen hätten. Dazu gehörten Investitionen in erneuerbare Energien, der Einsatz nachhaltiger Produkte und die Förderung einer klimaneutralen Wärmeversorgung.

Sibylle Wiesemann, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, sagte, dass Klimaschutz ihrer Ansicht nach machbar sei und sich lohne. Sie verwies auf konkrete Erfolge der eigenen Kirchengemeinden, etwa die Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Gebäudebereich um 19 Prozent von 2021 bis 2024. Verlässliche politische Rahmenbedingungen seien notwendig, damit dieser Weg auch in sozialen Organisationen, der Wirtschaft und im Privatbereich fortgesetzt werden könne.

Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, wies darauf hin, dass die Bundesregierung  gesetzlich verpflichtet sei, ein Klimaschutzprogramm vorzulegen, das die festgeschriebenen Ziele für 2030 und 2040 erreiche.

Entscheidend sei, dass das Programm nicht nur bestehende Maßnahmen fortschreibe, sondern neue, wirksame und sozial gerechte Schritte einleite. Klimaschutz sei nicht nur rechtliche Verpflichtung oder technischer Umweltschutz, sondern auch eine ethische und theologische Forderung, so Glombitza. In wohlhabenden Gesellschaften dürfe man nicht noch mehr dazu beitragen, dass Leben durch die menschengemachte Klimaerhitzung gefährdet werde.

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