Sonntag, 07. August 2022

Kaiserslautern: Vor der Schlachtung geflohen – clevere Kuh lässt sich nicht fangen

27. Juli 2016 | Kategorie: Regional, Südwestpfalz und Westpfalz, Westpfalz
Ein ähnlich schönes Leben wie das Tier auf dem Foto erwartet die ausgebüxte Kuh. wenn sie wieder eingefangen ist. Foto: pfalz-express.de

Ein ähnlich schönes Leben wie das Tier auf dem Foto erwartet die ausgebüxte Kuh. wenn sie wieder eingefangen ist.
Foto: pfalz-express.de

Kaiserslautern – Drei Wochen ist es her, dass eine Kuh vor der Schlachtbank geflohen ist.

Das Tier sollte vom Transporter vor einem Schlachtbetrieb abgeladen werden. Dabei drehte es sich um und rannte davon. Seither wird nach der Kuh gefahndet, zeitweise sogar mit großem Polizeiaufgebot.

Es handelt sich um ein zweijähriges Limousin-Rind mit der Ohrenmarkennummer DE 0770081147.

Gesichtet wird das Rind immer mal wieder – einfangen hingegen lässt es sich nicht. Einmal ward das Rindvieh mitten auf der Straße gesichtet, ein anderes Mal musste der Zugverkehr zwischen Kaiserslautern und Landstuhl zeitweise unterbrochen werden, weil es sich auf den Schienen tummelte. Tauchen Polizeibeamte auf, verschwindet die clevere Kuh meist sofort in den Waldgebieten.

Ein Naturschutzverein in Bayern hat mittlerweile eine Belohnung ausgeschrieben: Wer das Tier lebend fängt, soll 2.800 Euro bekommen, was in etwa dem Doppelten des Fleischpreises entspricht.

Im schönen Bayern soll es dann mit vielen anderen Rindern und Schweinen sein Leben genießen dürfen.

Nachtrag (2.8.2016): Rindvieh gefangen

Das Katz-und-Maus-Spiel der Anfang Juli ausgebüxten Kuh ist beendet – das Tier wurde am frühen Dienstagmorgen auf einem Betriebsgelände am Opelkreisel eingefangen.

Die Kuh kwurde gegen 3 Uhr vom Werksschutz der Firma auf den Überwachungskameras gesichtet. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Firmengelände im Bereich der Bahngleise. Nach dem Eintreffen der Werksfeuerwehr flüchtete sie zunächst wieder, konnte aber ohne größeren Stress und ohne Verletzungen in ein mit Baumzäunen abgesperrtes Areal in der Größe von etwa 60 Quadratmetern getrieben werden.

Nachdem sie am Morgen betäubt worden war, erfolgte zunächst der Transport zum Eigentümer im Landkreis. Nun wird sie zu einem Gnadenhof im nördlichen Rheinland-Pfalz gebracht, wo sie dauerhaft verbleiben soll.

Die „Fangprämie“ der Tierschutzorganisation hatte selbst ernannte Tierfänger auf den Plan gerufen, die als vermeintliche Einbrecher einen Polizeieinsatz verursacht haben. Ende der letzten Woche hatte ein professioneller Tierfänger die Suche nach der Kuh erfolglos abgebrochen.

(red/cli)

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