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Jugendliche sollen stärker in kommunale Politik eingebunden werden

Foto: 7721622 [1] / Pixabay [2]

Kreis Germersheim – Jugendliche stärker an politischen Entscheidungsprozessen beteiligen und ihnen frühzeitig eine Stimme geben, dieses Ziel verfolgt der Landkreis Germersheim mit seiner Teilnahme am Landesprojekt „JES! – Eigenständige Jugendpolitik mit PEP vor Ort“.

Das vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung initiierte Programm wird derzeit bereits zum vierten Mal umgesetzt.

Das Projekt ist Teil der rheinland-pfälzischen Jugendstrategie „jung, eigenständig stark“ (JES) und zielt darauf ab, Jugendpolitik nicht nur punktuell, sondern dauerhaft strukturell zu verankern.

Wie der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler erläuterte, arbeite eine Projektgruppe aus Mitarbeitern des Jugendamts kontinuierlich mit drei weiteren teilnehmenden Kommunen zusammen. Zudem würden die Beteiligten regelmäßig von Referenten aus der Wissenschaft begleitet und geschult, um die Qualität der Jugendbeteiligung weiterzuentwickeln.

Langfristig könne das Projekt einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung im Landkreis leisten, erklärte die Leiterin des Jugendamts, Denise Hartmann-Mohr. Für Jugendliche sei es entscheidend zu erleben, dass ihre Meinungen und Wünsche ernst genommen würden. Voraussetzung dafür sei, junge Menschen dort abzuholen, wo sie stünden, und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

Im Landkreis Germersheim soll das Projekt Anfang 2026 zunächst in der Verbandsgemeinde Kandel starten.

Eine spätere Ausweitung auf weitere Verbandsgemeinden ist vorgesehen. Buttweiler ergänzte, dass der Landkreis damit auch die Verbandsgemeinden bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Verpflichtungen unterstütze. Nach der Gemeindeordnung seien Kommunen verpflichtet, Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die deren Interessen berühren, in angemessener Weise zu beteiligen.

Wie das in der Praxis aussehen soll, ist vom Pfalz-Express  bei der Kreisverwaltung angefragt. 

 

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