
Innenminister Michael Ebling (SPD), (3. v.li.), übergab den Förderbescheid zur Interkommunalen Zusammenarbeit an Christian Sommer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herxheim, an Pia Werling, Beigeordnete der Verbandsgemeinde Offenbach, und an Jens Thiele, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises SÜW.
Foto: Innenministerium RLP
SÜW – Ein innovatives Kooperationsprojekt im Bereich des Katastrophenschutzes wird ab dem 1. April 2025 von den Verbandsgemeinden Herxheim und Offenbach in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Südliche Weinstraße (SÜW) umgesetzt.
Gemeinsam schaffen sie eine interkommunale Gerätewartstelle, die die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten nachhaltig verbessern soll.
Das Projekt, das zunächst bis März 2030 geplant ist, wird von der Verbandsgemeinde Herxheim koordiniert. „Mit dieser Kooperation erweitern wir die bewährte Zusammenarbeit in vielen Bereichen zwischen Herxheim und Offenbach, nun gemeinsam mit dem Landkreis SÜW, auf die Gerätewartung im Brandschutz“, erklärte Axel Wassyl, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Offenbach.
Bereits 2019 wurde die enge Zusammenarbeit von Herxheim und Offenbach mit dem „Steuer-Spar-Euro“ des Bundes der Steuerzahler ausgezeichnet.
Der interkommunale Gerätewart übernimmt die Wartung, Prüfung und Betreuung der Ausrüstung und Fahrzeuge direkt vor Ort, wodurch Doppelarbeiten und langwierige Abstimmungsprozesse vermieden werden sollen. Zudem wird ein einheitliches Verwaltungsprogramm eingeführt, um die Digitalisierung in den beteiligten Kommunen voranzutreiben.
„Diese Zusammenarbeit stärkt nicht nur die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren, sondern wird auch dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen“, so Christian Sommer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herxheim.
Förderung vom Land
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt im Rahmen der Pilotförderung zur Interkommunalen Zusammenarbeit mit bis zu 210.000 Euro. Ziel dieser Förderinitiative ist es, Kommunen durch den Austausch von Ressourcen und Wissen zu stärken und innovative Projekte zur Bewältigung von Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel und der Digitalisierung voranzutreiben.
Im Bereich des Katastrophenschutzes folgt das Projekt dem Bedarfs- und Entwicklungsplan 2023–2033 des Landkreises SÜW. „Mit diesem Vorhaben leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Optimierung des Katastrophenschutzes und zur Sicherstellung einer leistungsfähigen öffentlichen Daseinsvorsorge“, erklärte Landrat Dietmar Seefeldt. Langfristig werde mit Einsparungen von mindestens 15 Prozent im Vergleich zu bisherigen Einzelstrukturen gerechnet.
„Durch die Pilotförderung und solche Projekte setzen wir ein klares Zeichen, wie durch interkommunale Zusammenarbeit nicht nur Kosten gesenkt, sondern auch die Effizienz gesteigert und gleichzeitig der Klimaschutz vorangetrieben werden kann“, betonten Seefeldt, Sommer und Wassyl.
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen [6]