
Hauptstraße in Kandel
Foto: Pfalz-Express/Licht
Kandel erhält kräftige Unterstützung für die Weiterentwicklung seiner Innenstadt.
Wie Innenminister Michael Ebling (SPD) am 21. November mitteilte, fließen im Rahmen des Landes-Modellvorhabens „Innenstadt-Impulse“ insgesamt 327.000 Euro in die Bienwaldstadt. Mit dem Programm will das Land neue und innovative Ideen zur Stärkung von Innenstädten erproben und gezielt fördern.
Bürger sollen an sechs Formaten mitarbeiten
Ebling erklärte, die Stadt wolle das Geld nutzen, um die Stadtmitte sichtbar aufzuwerten und „lebendiger zu gestalten“. Geplant sei ein Prozess, in dem gemeinsam mit der Bevölkerung ein klareres Profil für die Kandeler „Mitte“ erarbeitet werde.
Vorgesehen sind sechs Begegnungs- und Vermittlungsformate, darunter temporäre Ateliers, Pop-up-Ausstellungen, Theaterworkshops oder Erzählcafés. Durch solche niedrigschwelligen Angebote solle die Innenstadt nicht nur belebt, sondern auch kreativer erlebbar werden.
Darüber hinaus soll das historische Zentrum rund um die Georgskirche stärker in Szene gesetzt werden. Ebling sprach von einem „lebendigen kulturellen Ankerpunkt“, den die Stadt weiter ausbauen wolle. Das Modellvorhaben verstehe sich dabei als ergänzender Baustein zu den klassischen Städtebauförderprogrammen.
Land trägt 90 Prozent der Kosten
Mit „Innenstadt-Impulse“ will die Landesregierung Kommunen ermöglichen, eigene, auf ihre Situation zugeschnittene Maßnahmen umzusetzen, um den aktuellen Herausforderungen in den Zentren begegnen zu können. Das Land übernimmt 90 Prozent der Projektkosten.
Ebling betonte, das Programm sei ein zentraler Bestandteil des Regierungsschwerpunkts „Innenstädte der Zukunft“. Innenstädte seien „weit mehr als Orte zum Einkaufen“. Sie seien soziale Räume, kulturelle Treffpunkte und wirtschaftliche Zentren. Das Land wolle daher gezielt Impulse setzen, um lebendige Ortskerne zu sichern und weiterzuentwickeln.
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