
Hubert Aiwanger (†) – Foto (Archiv): via dts Nachrichtenagentur
Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger ist tot. Der Vorsitzende der Freien Wähler wurde am Mittwoch, 4. November 2026, im Alter von 55 Jahren in einem Berliner Hotel tot aufgefunden.
Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Inzwischen bestätigten auch hochrangige bayerische Regierungskreise den Tod des Politikers gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Nach Informationen der „Bild“ wurde Aiwanger im Hotel „Neuer Fritz“ in der Berliner Friedrichstraße entdeckt. Am selben Tag hatten die Freien Wähler ihr neues Hauptstadtbüro eröffnet. Aiwanger sollte an der Veranstaltung teilnehmen, sagte jedoch aus gesundheitlichen Gründen ab und blieb in seinem Hotel.
Auch der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Florian Streibl, und Bayerns Digitalminister Fabian Mehring bestätigten inzwischen den Tod des Politikers gegenüber der Münchner „Abendzeitung“.
Zur Todesursache lagen am Mittwochabend zunächst keine gesicherten Informationen vor.
Seit 2018 stellvertretender Ministerpräsident
Hubert Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 im niederbayerischen Ergoldsbach geboren. Der studierte Agraringenieur führte seit 2006 die Freien Wähler in Bayern und übernahm 2010 auch den Bundesvorsitz der Partei.
Seit 2008 gehörte er dem Bayerischen Landtag an. Nach der Landtagswahl 2018 bildeten CSU und Freie Wähler erstmals eine gemeinsame Staatsregierung. Aiwanger wurde unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Beide Ämter behielt er auch nach der Landtagswahl 2023.
Aiwanger gehörte zu den bekanntesten Politikern der Freien Wähler und profilierte sich insbesondere mit seinen Positionen zur Wirtschafts-, Energie- und Migrationspolitik.
Der 55-Jährige hinterlässt seine Lebensgefährtin und zwei Söhne. (red/ dts Nachrichtenagentur)