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Hotelverkauf in Hauenstein: Beherbergungskapazität könnte verloren gehen

Das Landhotel Neding in Hauenstein, gelegen zu Füßen der namengebenden Felsformation.
Foto: W. G. Stähle

Hauenstein (Südwestpfalz). In Hauenstein soll das „Landhotel Neding“ verkauft werden. Die rund 50 Zimmer umfassende Anlage war als „Landhotel Wasgau“ errichtet und nach zeitweiligem Leerstand vor zwei Jahren (2023) unter dem neuen Namen wieder eröffnet und sukzessiv renoviert worden.

Nun mussten Ratsmitglieder und Gemeindeverwaltung aus einem in „eBay Kleinanzeigen“ (Internetportal) veröffentlichten Angebot zur Kenntnis nehmen, dass der Komplex erneut zum Verkauf steht. Darüber sind zumindest die sich überrascht zeigenden Ortsgemeinderat-Mitglieder von SPD und CDU unglücklich, wie sich aus ihrer gemeinsamen Erklärung ergibt. Bedauert wird der mögliche Verlust von Beherbergungskapazität, zu dem es mangels entsprechendem Bebauungsplan kommen könne.

Erstellung eines Bebauungsplanes wurde versäumt

Anfang des Jahres sei die Erstellung eines Bebauungsplanes für das betreffende Areal im Ortsgemeinderat diskutiert worden, teilen die Fraktionsvorsitzenden Andreas Wilde (SPD) und Michael Zimmermann (CDU) mit. Nun sehe man sich „bestärkt, dass der durch die Fraktion Wählergruppe Hääschde und Fraktion Bündnis 90 / Grüne gefällte Beschluss des Ortsgemeinderates im Februar 2025 schlichtweg falsch war“.

CDU und SPD hätten damals „gegen die Beschlussvorlage des Bürgermeisters Mellein von der WG Hääschde und der Beigeordneten gestimmt, in dem die Aufhebung des Beschlusses zur Aufstellung eines Bebauungsplanes und der Aufhebung der Veränderungssperre“ beinhaltet gewesen sei.

„Die Fraktionssprecherin der WG Hääschde argumentierte (damals), dass der Eigentümer des Hotels nichts mache, was nicht in unserem Sinn wäre“, schildern Andreas Wilde und Michael Zimmermann und kommentieren: „Das kann man glauben oder auch nicht“. Die Argumentation der Fraktionen von SPD und CDU sei nachvollziehbar und schlüssig gewesen, sei man sich sicher.

Nur mit Bebauungsplan ist die Gemeinde Herr des Verfahrens

„In dem Bereich soll nur das entstehen was wir als Ortsgemeinderat wollen. Bis jetzt ging alles gut. Was passiert aber, wenn ein neuer Eigentümer schnell kommt und über den Bebauungsplan nichts geregelt ist? Wir springen immer hinterher und kommen zeitlich in Verzug.

Beide Fraktionen (SPD und CDU) haben immer betont, dass dem Eigentümer keine Steine in den Weg gelegt werden sollen und man eine eventuelle Umnutzung des Hauses begrüße, mit einem Bebauungsplan ist jedoch die Gemeinde immer Herr des Verfahrens.“

Ihre beiden Fraktionen wollen zum frühest möglichen Zeitpunkt per Antrag das Thema wieder in den Ortsgemeinderat bringen und dort den neuen Sachstand diskutieren, kündigen Andreas Wilde und Michael Zimmermann an.

Stichwort Bebauungsplan

Ein Bebauungsplan wird vom Gemeinderat beschlossen und legt per Satzung fest, wie ein Grundstück baulich genutzt werden kann. Für Aufstellung und Änderung gelten Formvorschriften und Fristen.

Stichwort Wählergruppe Hääschde

„Hääschde“ entspricht „Hauenstein [1]“ im örtlichen Dialekt. (Werner G. Stähle)

 

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