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Hochkarätiges Wettbewerbskonzert der Neustadter Meistersinger: Ende einer Ära und gelungener Übergang zu neuer Leitung

Grandioses Schlussbild eines hochkarätigen Konzerts
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Neustadt. Auch in diesem Jahr boten die Neustadter Meistersinger ein Klassikevent der Spitzenklasse: Das Wettbewerbskonzert am 4. September im Saalbau begeisterte das Publikum mit Meisterstimmen, Opernarien und spannendem Wettkampf.

Alle Stimmgattungen waren vertreten, wie Hans-Georg Hoffmann, Vorsitzender des Fördervereins Neustadter Meistersingerkurse e.V., berichtete. Die 16 Nachwuchsopernsängerinnen und -sänger im Alter von maximal 34 Jahren aus China, Dänemark, Frankreich, Israel, Korea und Deutschland präsentierten publikumswirksame Arien und Gesangsstücke von Komponisten wie Mozart, Händel, Donizetti, Offenbach, Puccini, Verdi, Gounod, Rossini, Gluck, Menotti, Smetana und Tschaikowski.

Die Gewinner: Anne-Sofie Møller-Olesen, Maximilian Guss, Hans Kim, Jasmin Desirée Schaff  und Jueun Jung (v.l.n.r.).
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Begleitet wurden sie von den renommierten Korrepetitoren Seung-Jo Cha und Hedayet Djeddikar. Die Konzertmoderation übernahm Markus Hoffmann vom Rhein-Neckar-Fernsehen RNF. Er führte souverän durch das vielseitige Programm, das unter anderem Stücke aus „Le nozze di Figaro“, der „Verkauften Braut“ und der „Dreigroschenoper“ umfasste, während die Jury beriet.

Vorbereitet worden waren die jungen Talente in einem elftägigen Kurs im Herrenhof Mußbach durch Andreas Karasiak von der Musikhochschule Mainz. Täglich trainierten sie bis zu sieben Stunden Stimme, Koloraturen und die mimisch-szenische Gestaltung ihrer Rollen – und bewiesen dies eindrucksvoll auf der Bühne.

Der neue Leiter der Meistersingerkurse, Professor Andreas Karasiak mit Vorgängerin Professor Claudia Eder.
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Über die Hauptpreise im Gesamtwert von 4000 Euro entschied eine Jury aus Intendanten, Konzertagenten, Journalisten, Sängern und Medienvertretern. Den Publikumspreis (750 Euro) vergaben allein die Zuschauer. „Es sind alles Gewinner, denn sie haben unser Herz berührt!“, betonte Hans-Georg Hoffmann.

Nach dem Konzert gab es noch einen Empfang.
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Zuerst wurden die Förderpreise verliehen: Den zweiten Förderpreis (200 Euro) erhielt die Südkoreanerin Jueun Jung mit der Arie der Margarete aus Gounods „Faust“. Den ersten Förderpreis holte sich der 23-jährige Tenor Maximilian Guss, jüngster Teilnehmer des Kurses, mit der Arie des Jupiter aus Händels „Semele“. Wie er im Gespräch mit dem Pfalz-Express betonte, sei sein großes Vorbild der früh verstorbene Fritz Wunderlich; sein Wechsel von der Trompete zum Gesang erweist sich jedenfalls als goldrichtig.

Bei den Jurypreisen belegte Tenor Hans Kim (Südkorea) den dritten Platz mit der Arie des Pedrillo aus Mozarts „Entführung aus dem Serail“ – sympathisch und mit komischer Ader.

Den zweiten Preis gewann die dänische Sopranistin Anne-Sofie Møller-Olesen mit dem ungewöhnlichen Stück „What a curse for a woman is the timid man! Steal me, sweet thief“ von Gian Carlo Menotti. Die junge Frau hat bereits eine eigene Oper komponiert.

Absoluter Shooting-Star und klare Siegerin war die deutsche Mezzosopranistin Jasmin Desirée Schaff. Temperamentvoll und überzeugend in einer Hosenrolle brachte sie die Arie des Arsace aus Rossinis „Semiramide“ und erhielt sowohl den ersten Jurypreis als auch den Publikumspreis.

Bekam Publikumspreis und ersten Preis der Jury: Jasmin Desirée Schaff
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Mit dem Wettbewerbskonzert 2025 endete eine Ära: Nach 25 Jahren erfolgreicher Leitung hat Prof. Claudia Eder die Neustadter Meistersingerkurse abgegeben. In einem Vierteljahrhundert prägte sie das international renommierte Format entscheidend und machte es zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt und der Pfalz.

Rund 500 junge Sängerinnen und Sänger wurden unter ihrer Leitung ausgebildet und gefördert; viele fanden den Weg an bedeutende Opern- und Konzerthäuser im In- und Ausland.

Hans-Georg Hoffmann dankte ihr für „Lebendigkeit und Hingabe“ und „die tolle Zeit“ sowie den Gasteltern, die sich „toll um die Sänger und Sängerinnen gekümmert haben“. Einen würdigen Nachfolger hat man in Prof. Andreas Karasiak gefunden. Der deutsche lyrische Tenor, seit 2007 Professor für Gesang an der Hochschule für Musik Mainz, übernimmt ab 2026 die künstlerische Leitung.

Moderator Markus Hoffmann (links) und Hans-Georg Hoffmann, 1. Vorsitzender Förderkreis Neustadter Meistersingerkurse
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Er studierte Klavier und Gesang in Deutschland und der Schweiz und ist international als Opern- und Konzertsänger tätig – mit Gastspielen in New York, Tokio, Melbourne, Johannesburg, bei den Salzburger Festspielen sowie an renommierten Podien wie dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam und der Berliner Philharmonie.

Ein Schwerpunkt seines Schaffens liegt auf dem deutschen Lied (über 300 CD-, DVD- und Rundfunkaufnahmen). Er arbeitete mit namhaften Dirigenten und Orchestern zusammen, ist Spezialist für zeitgenössische Musik und leitet weltweit Meisterkurse.

Vom 24. August bis 3. September 2026 führte er erstmals den Kurs und organisierte das 40. Internationale Meistersingerkonzert.

Beigeordneter Bernhard Adams: „Ich bin schwer beeindruckt!“
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Für die Stadt Neustadt erklärte Beigeordneter Bernhard Adams: „Das ist immer ein kultureller Glanzpunkt für Neustadt.“ Er dankte dem Förderverein unter Hans-Georg Hoffmann, dem Moderator Markus Hoffmann und Hansjürgen Hoffmann, der den Verein 2004 mit neuem Team fortgeführt hatte. „Ich bin schwer beeindruckt und habe einen tiefen Respekt für die Leistung und die Organisation.“

Nach dem Konzert trafen sich Gasteltern, Sponsoren und Jurymitglieder zu einem Empfang im Nebenraum des Saalbaus. Der Förderkreis Neustadter Meistersingerkurse e.V. freut sich weiterhin über Unterstützung (www.meistersingerkurs.de [2]) damit das von Kammersängerin Erika Köth 1983 gegründete Format ein Aushängeschild der Region bleiben kann. (desa)

Jury und Sponsoren
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