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Hidden Champion in Wörth: Sitze von SKA fahren in Reisemobilen, Bussen und Bahnen mit

Beim Besuch von SKA Sitze in Wörth, von links: Tim Wiedemann, Hauptgeschäftsführer der IHK Pfalz, SKA-Geschäftsführer Klaus Ade, Kreisbeigeordnete Anette Kloos, Landrat Martin Brandl und der Wörther Ortsvorsteher Helmut Wesper.
Foto: Kreis GER / Farrenkopf

Wörth – Wer in einer Karlsruher Straßenbahn oder der Wiener U-Bahn Platz nimmt, sitzt möglicherweise auf einem Produkt aus Wörth. Die SKA Sitze GmbH entwickelt und fertigt seit mehr als 30 Jahren Fahrer- und Fahrgastsitze.

Landrat Martin Brandl besuchte das Unternehmen jetzt im Rahmen seiner Unternehmensbesuche und ließ sich von Geschäftsführer Klaus Ade zeigen, wie die Sitze entstehen.

Ade führte die Besucher durch die Produktion und zeigte ihnen die vielen Arbeitsschritte vom Bezugsmaterial bis zum fertigen Sitz. Dabei erläuterte er, welche Präzision die Fertigung verlangt. Mit dabei waren Tim Wiedemann, Hauptgeschäftsführer der IHK Pfalz, Kreisbeigeordnete Anette Kloos und der Wörther Ortsvorsteher Helmut Wesper.

Reisemobile machen die Hälfte des Geschäfts aus

Ein besonders wichtiges Standbein sind Sitze für vollintegrierte Reisemobile im Premiumsegment. Rund die Hälfte des Geschäfts entfällt auf diesen Bereich. Neben bequemem Sitzen und dem passenden Design geht es dabei auch um integrierte Gurtführungen, Heizung, Belüftung und Klimatisierung. Nach Angaben des Unternehmens müssen all diese Funktionen hohe Qualitätsanforderungen erfüllen.

Für seine führende Stellung in diesem Markt zeichnete die TechnologieRegion Karlsruhe SKA im Frühjahr als „Hidden Champion“ aus. Gemeint sind spezialisierte Unternehmen, die in ihrem Markt eine führende Rolle spielen, in der breiten Öffentlichkeit aber oft wenig bekannt sind.

Auch im öffentlichen Nahverkehr sind Sitze aus Wörth unterwegs. SKA entwickelt Fahrgastsitze für Busse und Schienenfahrzeuge, außerdem Fahrersitze für Busse und Bahnen. Zu den Einsatzorten gehören die Bahnen des Karlsruher Verkehrsverbunds KVV und die Wiener U-Bahn.

Gerade bei Bahnsitzen gelten strenge Vorgaben für Brandschutz, Belastbarkeit und Sicherheit. Für die Fahrer bietet SKA verschiedene Sitzsysteme an, die das Unternehmen laufend weiterentwickelt.

Vom Materialzuschnitt bis zur fertigen Naht

Daneben fertigt SKA Sonderlösungen für Nutzfahrzeuge. Das reicht von individuell angefertigten Einzelstücken bis zur Serienproduktion. Die jeweiligen Anforderungen der Kunden fließen dabei in Entwicklung und Fertigung ein.

Beim Rundgang konnten die Besucher die einzelnen Schritte verfolgen: Leder und andere hochwertige Bezugsmaterialien werden passgenau und möglichst materialsparend zugeschnitten, verstärkt und mit Logos versehen. Für die Belüftung werden Öffnungen ausgestanzt. Anschließend werden die Teile präzise vernäht. Entwicklung und Produktion arbeiten dabei eng zusammen.

Rund 100 Mitarbeiter an den Wörther Standorten

SKA Sitze wurde 1995 gegründet und gehört seit 2000 zur AUNDE-Gruppe. Seit 2005 ist das Unternehmen in Wörth ansässig, 2015 wurde der Standort erweitert. Heute beschäftigt SKA an seinen Wörther Standorten rund 100 Mitarbeiter.

Eine weitere Halle im Industriepark Wörth nutzt das Unternehmen für die Montage von Staukästen für Zugmaschinen von Daimler Truck. Die Montage erfolgt nach dem Just-in-Sequence-Prinzip: Die Staukästen werden in der Reihenfolge montiert, in der sie für die Fahrzeugproduktion benötigt werden.

Brandl setzt mit dem Besuch seine Reihe von Unternehmensbesuchen fort.  „Die Innovationskraft und Spezialisierung dieser Unternehmen sind eine große Stärke unseres Wirtschaftsstandorts. Ich möchte die Hidden Champions stärker miteinander, mit Politik, Verwaltung und den weiteren Wirtschaftsakteuren vernetzen und gemeinsam ausloten, welche Chancen sich daraus für den Landkreis Germersheim als resilienten und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort ergeben“, sagte Brandl.

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