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Herxheim: RED FARMER will bundesweites Netzwerk für Feuerwehren aufbauen

Die Gründungsmitglieder von Red Farmer e.V.: Thomas Knecht, Jens Thiele, Ingo Pfalzgraf, Tobias Petermann, Nikolas Meyer, Jonas Jung und Sebastian Hartmann.
Foto (Archiv): über Thomas Knecht / Red Farmer

Herxheim – Bei einem Wald- oder Vegetationsbrand kann die Feuerwehr schnell deutlich mehr Wasser benötigen, als vor Ort verfügbar ist. Dann können Landwirte mit Traktoren, Wasserfässern oder anderen Maschinen unterstützen. Das Problem: Wo welche Technik zur Verfügung steht, ist bislang oft nur über regionale Listen oder eigene Datenbanken bekannt.

Hier setzt RED FARMER an. Der gemeinnützige Verein aus Herxheim baut eine bundesweite Plattform auf, über die Feuerwehren und Leitstellen geeignete Maschinen und die jeweiligen Ansprechpartner finden können. Rund 2.400 Maschinen und Geräte sind inzwischen erfasst, darunter etwa 100 Drohnen.

Zum Netzwerk gehören unter anderem Traktoren mit Wasser- oder Güllefässern, Tankwagen, Grubber, Pflüge und Forstmaschinen. Die Technik kann bei Vegetations- und Waldbränden, aber auch bei größeren Schadenslagen eingesetzt werden.

Eine Datenbank statt vieler einzelner Listen

Bislang gibt es in Deutschland zahlreiche regionale Lösungen. Manche Feuerwehren arbeiten mit Telefonlisten, andere Kommunen und Landkreise führen eigene Datenbanken. Bei Einsätzen über Gemeinde- oder Kreisgrenzen hinweg wird es damit schnell unübersichtlich.

RED FARMER möchte deshalb eine gemeinsame Datenbasis schaffen. Ein Betrieb soll seine Maschinen nur einmal registrieren müssen. Feuerwehren und Leitstellen können die hinterlegten Informationen abhängig von ihren jeweiligen Zugriffsrechten nutzen.

Gerade bei größeren Einsätzen kann das hilfreich sein. Steht die benötigte Technik nicht direkt am Einsatzort zur Verfügung, lässt sich über die Plattform auch nach Maschinen und Ansprechpartnern in anderen Regionen suchen. Ob eine Maschine alarmiert und tatsächlich eingesetzt wird, entscheiden weiterhin die zuständigen Stellen.

RED FARMER jetzt auch als App

Seit wenigen Tagen gibt es RED FARMER zusätzlich als App für iOS und Android. Die Apps greifen auf dieselbe Datenbank wie das bereits bestehende Online-Portal zu. Nutzer können ihre Angaben damit auch unterwegs abrufen und verwalten.

Die Plattform soll weiter ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem zusätzliche Kategorien für Maschinen und andere Ressourcen sowie bessere Such- und Filtermöglichkeiten.

Damit das Netzwerk funktioniert, müssen möglichst viele Betriebe ihre Technik registrieren und die Angaben aktuell halten. Gleichzeitig sollen Feuerwehren, Leitstellen, Kommunen und Verbände eingebunden werden. Bestehende regionale Listen sollen dabei nicht einfach ersetzt, sondern möglichst in das gemeinsame System integriert werden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Registrierung gibt es bei RED FARMER [1].