
Cem Özdemir
Foto: dts Nachrichtenagentur
Führende Grüne sehen in der Wahl von Cem Özdemir zum Ministerpräsidenten einer grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg ein Vorbild für die gesamte Partei.
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben), Özdemir zeige, dass grüne Politik Mehrheiten gewinnen könne, wenn sie die Mitte der Gesellschaft adressiere und es sich nicht in der Nische bequem mache. Erfolgreich sei, wer die Leute fordere statt überfordere, wer ihnen zuhöre, statt es besser zu wissen.
Nouripour fügte hinzu: „Das gelingt nur mit Geschlossenheit, zerstrittene Parteien werden nicht gewählt.“ Dazu gehöre auch Beinfreiheit für die Fraktions- und Parteivorsitzenden. Er forderte seine Partei deshalb auf, Felix Banaszak und Franziska Brantner auf dem Parteitag im Herbst mit guten Ergebnissen in ihrem Amt zu bestätigen.
Der Koordinator des Realo-Flügels in der Grünen-Bundestagsfraktion, Sebastian Schäfer, sagte dem RND, Özdemirs Erfolg sei „ein zentraler Orientierungspunkt für die Zukunft der Grünen auch auf der Bundesebene“. (dts Nachrichtenagentur)
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