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Großes Silvesterkonzert in der Speyerer Gedächtniskirche mit LJO-Brass

Alle Mitwirkenden des LJO-Brass-Konzerts in Speyer
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Speyer. Die wunderbare Gedächtniskirche war am Abend des 31. Dezember festlich illuminiert und bis auf den letzten Platz gefüllt: Das Publikum wurde mit dem großen traditionellen Silvesterkonzert ruhig und besinnlich auf den Jahreswechsel eingestimmt.

Was das Weihnachtskonzert [1] am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Landauer Stiftskirche, das ist der Abschluss der LJO-Brass-Konzerte traditionell in der Gedächtniskirche.
Der Kantor der Gedächtniskirche, Kirchenmusikdirektor Robert Sattelberger, sprach in seiner Begrüßung von einem erfreulichen Trend, denn die Gottesdienste erfreuten sich eines stärkeren Andrangs denn je. Über LJO sagte er: „Man kann nur über das Können der jungen Leute staunen“.

Er, Sattelberger, habe ja schon mit deren Vätern gespielt, gemeint war hier das bekannte „Rennquintett“. Einige Mitglieder dieses Quintetts, das sich mit dem Tod ihres Trompeters und Confrenciers Peter Leiner 2018, aufgelöst hatte, waren denn auch als Zuhörer mit dabei und genossen sichtlich stolz die Virtuosität der jungen Generation.

LJO-Brass spielen jetzt 18 Jahre zusammen und seien, laut Sattelberger, inzwischen „an den Bühnen Deutschlands schon festgeklebt“. Die Musiker spielen zum 5. Mal in Speyer: „Ich bin überwältigt von der Anzahl der Konzertbesucher“, sagte Trompeter Johannes Leiner, der das Programm vorstellte und erläuterte.

Auch bei diesem Konzert war Violinistin Leonie Flaksman dabei. Tschaikowskis Violinkonzert D-Dur war von LJO-Mitglied Felix Schaurer für Blechbläser neu bearbeitet worden. Constantin Hartwig hatte das zu Anfang gespielte Konzert F-Dur von Bach, bearbeitet von Vivaldi, seinerseits für Blechbläser neu bearbeitet.

Das Präludium D-Dur von Bach ging nathlos in die Bebop Fuge Friedrich Guldas über. „Solche Crossovers sind gerne gemacht worden“, sagte Johannes Leiner. „Crossover“ meint die Verschmelzung verschiedener Musikstile, um neue Klangerlebnisse zu schaffen.

Das Konzert lebte nicht zuletzt auch von Kontrasten: Da gab es Debussy mit der versunkenen Kathedrale aus Préludes I, aber auch das schwungvolle Kreisler-Stück „Liebesfreud“, das eine gewisse Kaffeehaus-Stimmung vermittelte.
Auch in Speyer wie in Landau, war der Swing zuhause: Jared Scott entführte in die Welt Frank Sinatras mit „New York, New York“.

Die Gedächtniskirche verfügt über zwei Orgeln, zum einen die Hauptorgel auf der Westempore, eine große Konzertorgel von Detlef Kleuker (1979/80 erbaut), die zu den größten mechanischen Orgeln Südwestdeutschlands zählt, sowie die Klais-Chororgel im Altarraum, die 2021 installiert und eingeweiht wurde. Sie ersetzte eine ältere Chororgel aus den 1950er Jahren.

Die Große Kleuker-Orgel in der Gedächtniskirche
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Kirchenmusikdirektor Robert Sattelberger präsentierte diese beiden Orgeln – Fuge alla Gia von Bach und Gabrielis Canzon duodecimi toni an der Klais-Orgel, Louis Vierne „Finale aus der 1. Orgelsymphonie“ und Morten Lauridsens Magnum Mysterium oben an der Kleuker-Orgel.

Das mächtige Mysterium und zum Abschluss das strahlende Halleluja Händels mit David Panzer an den Pauken, waren sicherlich ebenso beeindruckend wie einige Tage zuvor das gemeinsame Singen von „Stille Nacht, heilige Nacht“ in der Landauer Stiftskirche zum Abschluss dieser mehr als gelungenen Konzerte mit LJO-Brass. (desa)

Robert Sattelberger begrüßte die Gäste
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Programm Kirchenmusiken in Speyer

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