
Foto: Pfalz-Express
Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Germersheim, Lisa-Marie Trog, weist auf ein neues Unterstützungsangebot des Frauennotrufs Mainz hin: Eine Anlaufstelle speziell für Männer sowie TIN-Personen – also „trans, inter- und nicht-binäre“ Menschen – die von sexualisierter Gewalt betroffen sind.
Unter der Telefonnummer 06131–143 32 33 können sich Betroffene von Dienstag bis Donnerstag, jeweils von 9 bis 16 Uhr, vertraulich und auf Wunsch anonym beraten lassen. Das Angebot richtet sich an Männer, jugendliche Jungen sowie TIN-Personen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben.
Der Frauennotruf Mainz bringt über 45 Jahre Erfahrung in der Beratung bei sexualisierter Gewalt mit. Mit der neuen Fachstelle reagiert die Organisation auf die wachsende Nachfrage und eine Versorgungslücke in diesem Bereich. Insbesondere seit öffentlichen Debatten über sexualisierte Übergriffe auf Männer und transgeschlechtliche Personen hat sich gezeigt, dass es bislang nur wenige spezialisierte Angebote für diese Gruppen gibt.
„Männliche und transgeschlechtliche Betroffene sind nach wie vor besonders stark von gesellschaftlicher Tabuisierung betroffen“, erklärt Eva Jochmann vom Frauennotruf Mainz. Die neue Fachstelle setzt auf eine niedrigschwellige, qualifizierte Beratung, um psychische und soziale Folgeschäden zu mildern. Finanziert wird das Angebot durch Mittel der Deutschen Fernsehlotterie.
Die Einrichtung versteht sich als Teil eines feministischen Ansatzes, der sexualisierte Gewalt als Folge struktureller Machtverhältnisse betrachtet – unabhängig vom Geschlecht der Betroffenen.
Weitere Informationen gibt es auf www.frauennotruf-mainz.de [1]
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