
Foto über GGG
Germersheim – Neun Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Goethe Gymnasiums Germersheim (GGG) sind Anfang Juni gemeinsam mit zwei Lehrkräften nach Schweden gereist.
Ziel war Trollhättan im Westen des Landes, bekannt für seine Wasserfälle und als Standort der schwedischen Filmindustrie. Die Fahrt fand im Rahmen des Erasmus+-Programms der Europäischen Union statt, das Schulen länderübergreifende Begegnungen und gemeinsames Lernen ermöglicht.
Nachhaltigkeit verbindet über Ländergrenzen hinweg
Das Projekt „Sustainability Across Borders“ bringt Schulen aus Deutschland, Schweden, Spanien und Italien zusammen. Dabei geht es darum, Klimaschutz, nachhaltiges Leben und europäische Zusammenarbeit stärker in den Schulalltag zu holen und gleichzeitig den Austausch zwischen Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern zu fördern.
Herzlich willkommen in Trollhättan

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Die Ankunft in Schweden verlief reibungslos. Die Schülerinnen und Schüler wurden herzlich von ihren Gastfamilien aufgenommen und schon bald entwickelten sich erste Gespräche auf Englisch.
Viele Freundschaften entstanden bereits in den ersten Tagen, sodass Trollhättan schnell zu einer Art zweitem Zuhause wurde. Auch innerhalb der deutschen Gruppe herrschte eine gute Stimmung, was gemeinsame Unternehmungen und viele schöne Momente erleichterte.
Lernen, Werkstätten und nachhaltige Mode
Gleich am Montag besuchte die Gruppe eine Textilfabrik, wo zwei Unternehmerinnen zeigten, wie nachhaltige Materialien in der Modebranche eingesetzt und recycelt werden können. Anschließend ging es in ihr privates Studio, wo sie ihre Arbeit näher vorstellten. In Workshops konnten die Jugendlichen dann selbst kreativ werden und aus vermeintlichen Abfällen oder alten Kleidungsstücken neue Produkte gestalten.
Einblicke ins schwedische Schulsystem
Am Dienstag stand ein Besuch des Magnus Åbergsgymnasiet auf dem Programm. Dort bekamen die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in den Schulalltag ihrer schwedischen Austauschpartner.
Vieles läuft ähnlich wie in Deutschland, aber manches eben auch anders: In Schweden legen sich Oberstufenschüler bereits auf Fachrichtungen wie Wirtschaft fest, während der Unterricht in Deutschland oft noch breiter gefächert ist.
Göteborg und Skandinaviens größter Freizeitpark
Am Mittwoch ging es für die Gruppe nach Göteborg. Am Vormittag erkundeten die Jugendlichen in kleinen Gruppen das Stadtleben, bevor sie am Nachmittag gemeinsam mit ihren schwedischen Austauschpartnern den Freizeitpark Liseberg besuchten. Dort warteten zahlreiche Fahrgeschäfte, darunter die „AtmosFear“ — mit 116 Metern der zweithöchste Free-Fall-Tower Europas.
Gelebtes Europa: Begegnungen, Gespräche, Zukunftspläne
Neben dem offiziellen Programm prägten viele gemeinsame Aktivitäten die Woche. Restaurantbesuche, Spieleabende, Gespräche über Schule, Alltag und Zukunft oder Treffen in Cafés und Bars sorgten dafür, dass die Jugendlichen ganz selbstverständlich erlebten, was europäische Gemeinschaft bedeuten kann.
Viele verabredeten bereits ein Wiedersehen im kommenden Frühjahr nach dem Abitur. Dank sozialer Netzwerke bleibt der Kontakt ohnehin mühelos bestehen.
Ein wenig Chaos, aber großer Zusammenhalt
Am Freitag, dem Tag der Rückreise, sorgte die kurzfristige Stornierung des Rückflugs zunächst für einige organisatorische Herausforderungen. Diese ließen sich jedoch schnell lösen. Auch der längere Aufenthalt am Flughafen von Göteborg tat der guten Stimmung keinen Abbruch und zeigte einmal mehr, wie eng die Gruppe in dieser Woche zusammengewachsen war.
Dank an alle Unterstützer
Die Schüler blicken begeistert auf die fünftägige Reise zurück. Sie haben eine neue Kultur kennengelernt, Freundschaften geschlossen und Erfahrungen gesammelt, die sie sicher lange begleiten werden.
Ein besonderer Dank geht an die Schulleitung und alle, die das Projekt ermöglicht haben. Hervorgehoben wurden die begleitenden Lehrkräfte „Frau Oberthür, Frau Laflör und Herr Steul“, die sich während der Reise intensiv um die Gruppe kümmerten. Ebenso dankten die Jugendlichen der EU für die Förderung durch Erasmus+, der Partnerschule in Trollhättan für die hervorragende Organisation und Gastfreundschaft sowie den Gastfamilien, die den Austausch überhaupt erst möglich gemacht haben. (Julius Buttweiler / red)
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