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Schlafmangel kann sich im Alltag schnell bemerkbar machen. Wer nicht ausreichend schläft, ist tagsüber oft gereizt, weniger produktiv und einfach kraftlos.
Doch obwohl die Folgen von Schlafmangel weitgehend bekannt sind, wird auf eine gesunde Nachtruhe dennoch häufig nicht viel Wert gelegt. Ganz im Gegenteil: Fast die Hälfte der Bevölkerung schläft im Alltag zu wenig.
Routinen fördern besseres Ein- und Durchschlafen
Schlafen will gelernt sein – ja richtig gehört! Der Körper ist keine Maschine und benötigt in den Abendstunden Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Sport, koffeinhaltige Getränke, fettreiche Speisen oder anstrengende Arbeiten sind unmittelbar vor dem Schlafgehen daher tabu. Stattdessen sollten Sie den Fokus auf Entspannung legen. Im hektischen Alltag ist es aber natürlich nicht immer möglich, den Abend entschleunigt auf der Couch zu verbringen. Hier helfen Routinen, um den Körper zur Ruhe zu bringen.
Wichtiger Bestandteil von Routinen sind feste Schlafenszeiten, die übrigens auch am Wochenende eingehalten werden sollten. Ansonsten wird der Körper immer wieder aus seinem Rhythmus gerissen. Routinierte vor dem Einschlafen ist aber besonders wichtig, da Sie so deutlich schneller in das Land der Träume gleiten. Auch kleine Rituale wie eine Tasse Tee oder das Lesen eines Buches können zum festen Bestandteil der Routine werden.
Neben den passenden Schlafenszeiten spielt auch die richtige Umgebung eine wichtige Rolle. Im Schlafzimmer sollte es möglichst dunkel und kühl sein. Vor allem im Sommer fällt es vielen Menschen schwer, schnell einzuschlafen. Die perfekte Raumtemperatur zum Schlafen liegt nämlich nur zwischen 17 und 20 Grad. In den warmen Monaten sollte daher auf eine leichte Sommerdecke [1] und ein Kühlsystem zurückgegriffen werden.
Im Winter hingegen sorgen dicke Daunendecken für maximalen Schlafkomfort. Natürlich hat aber jede Person auch ein anderes Wärmeempfinden, das es beim Schlafen zu berücksichtigen gilt.
Wie viel Schlaf braucht der Körper?
Wie viel Schlaf der Körper benötigt, ist von Person zu Person verschieden. Manche Menschen kommen mit sechs Stunden Schlaf aus, andere wiederum benötigen fast das Doppelte. Als idealer Mittelwert gelten jedoch sieben bis neun Stunden. Teenager brauchen übrigens mehr Schlaf als alte Menschen, da der Körper sich noch im Wachstum befindet. Bei allen Menschen gibt es in der Nacht aber mehrere Schlafphasen [2].
Diese sind wie folgt aufgebaut:
- Einschlafphase
- Leichtschlafphase
- Tiefschlafphase
- Traumschlafphase
Ein Schlafzyklus der vier Phasen dauert im Schnitt 90 bis 110 Minuten. Demnach durchläuft der Körper die Zyklen vier- bis sechsmal pro Nacht. Die Schlafphasen dienen jedoch nicht zur Erholung. In der Nacht verarbeitet, sortiert und speichert der Körper wichtige Informationen des Tages.
Zudem läuft nachts die Hormonproduktion auf Hochtouren. Aufwachen sollte man morgens während der Leichtschlaf- oder während der Traumschlafphase. In diesem Zustand befindet sich der Körper nämlich zum Teil auch im Wachzustand.
Müdes Deutschland: Woher kommen die Schlafstörungen
43 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter Schlafstörungen. Von einer Schlafstörung spricht man, wenn das Problem mindestens dreimal die Woche auftritt. Dabei ist das Spektrum an Schlafstörungen vielfältig. Von Einschlafproblemen bis hin zu ständigem Aufwachen in der Nacht [3] kann das Problem nicht nur an der körperlichen Erholung, sondern auch an der Psyche nagen. Viele Betroffene entwickeln sogar eine Angst vor dem zu Bett gehen.
Doch auch hormonelle oder krankheitsbedingte Ursachen können dahinterstecken. Daher sollten anhaltende Schlafstörungen immer von einem Experten abgeklärt werden. Treten die Schlafstörungen nur sporadisch auf, können Baldriantropfen oder ein Kissenspray mit Lavendelduft helfen. Sie beruhigen Körper und Geist und helfen Ihnen dabei, abends in eine entspannte Stimmung zu kommen.
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