Sonntag, 15. Dezember 2019

„Gesindel“: SPD-Politiker Weingarten verteidigt Äußerungen über „gewaltaffine“ Flüchtlinge

11. August 2019 | 16 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Der designierte Nachrücker für den Bundestagssitz der zurückgetretenen SPD-Parteichefin Andrea Nahles, Joe Weingarten, hat seine umstrittenen Aussagen zu Flüchtlingen verteidigt.

Der Ausdruck „Gesindel“ in Bezug auf Flüchtlinge sei „grenzwertig“ gewesen, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Herausgerutscht sei ihm der Begriff aber nicht. „Ich hätte auch von gewaltaffinen soziologischen Randgruppen sprechen können“, sagte er. „Das hätte dann aber niemand verstanden.“

Da Nahles angekündigt hatte, ihr Bundestagsmandat nach der Sommerpause niederzulegen, würde Weingarten in den Bundestag nachrücken. Bei einer SPD-Parteiveranstaltung hatte Weingarten Flüchtlinge in drei Gruppen unterteilt: „Asylsuchende“, die Deutschland aus humanitären und völkerrechtlichen Gründen aufnehmen müsse. „Arbeitssuchende“, die meist keine ausreichende Qualifikation hätten. Und eine dritte Gruppe ohne jedes Recht auf Aufnahme, die Weingarten „Gesindel“ nannte.

Die Kritik an seiner Person könne er angesichts der großen Unsicherheit in der SPD nachvollziehen, sagte Weingarten, für strategisch klug halte er sie nicht. „Ich bin seit 41 Jahren in der SPD und stehe dort für eine pragmatische und wirtschaftsfreundliche Politik, zu der auch die Einhaltung von Recht und Ordnung gehören“, sagte er.

Viele würden so denken wie er, sagte Weingarten: „Aber die Frage ist, ob in der SPD noch Platz für Vertreter dieser Denkrichtung ist.“

Weingarten fügte hinzu, er könne sich nicht zu Pressemitteilungen über mögliche Mandatsverzichte äußern. „Erst wenn der Wahlleiter auf mich zukommt, werde ich zusammen mit meiner Frau eine Entscheidung treffen und die dann mitteilen.“ Aus der SPD habe bislang niemand in der Sache das Gespräch mit ihm gesucht. (dts Nachrichtenagentur)

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16 Kommentare auf "„Gesindel“: SPD-Politiker Weingarten verteidigt Äußerungen über „gewaltaffine“ Flüchtlinge"

  1. Kai Schnabel sagt:

    Es gibt noch Spuren von realistischem Gedankengut in der SPD!
    So lange der Großteil der Genossen sich aber der realistischen Einsicht widersetzt, daß bei der großen Zahl an Migranten die zu uns kommen, ein nicht unerheblicher Teil von Gesindel dabei ist, so lange wird der Sinkflug der Wählerzustimmung für die SPD fortdauern. Viel Zeit zur Umkehr besteht nicht mehr.
    Die Menschen erwarten, daß man mit Migranten menschlich, aber rational umgeht und sich nicht blauäugig von einer kriminellen Minderheit ausnutzen läßt, zum Schaden aller Anständigen, die die Rechnung zu bezahlen haben. Wer das nicht kapiert versündigt sich an den Asylbewerbern, die wirklich Hilfe brauchen, bzw. an den Migranten, die hier eine Arbeit suchen und die, auf Grund ihrer Qualifikation, auch eingesetzt werden können.

  2. qanon sagt:

    BioDeutsche mit Affinität zu ihrer Heimat und Kultur = „Pack“ (laut Sigmar Gabriel)
    Neubürger mit Affinität zu ihren eigenen Gebräuchen = „Gesindel“ (laut Joe Weingarten)

    Teile und Herrsche geht in ein neues Stadium. Man will nun langsam die Massen gegeneinander aufhetzten? Ein Sinneswandel bei der Roten SPD schliesse ich aus. Die SPD ist ein wichtiger Darsteller in der aktuellen Lage (…). Scheint also geplant zu sein, oder?

  3. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Als ein Vizekanzler eigene Bürger als „Pack“ bezeichnete und mit dem Mittelfinger wiinkte, war die Aufregung weniger groß …

    • Helga sagt:

      Nun, diese“ eigenen Bürger“ haben damals regelrecht darum gebettelt .

      • Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

        Kaum zu glauben, dass so ein Kommentar von einer erwachsenen Frau kommt, die wohl auch lokalpolitische Ambitionen hat/te. Irre ich mich?

        Herr Gabriel hätte allen Grund gehabt, sich zurückzuhalten. Heute, als Unterstützer der nachfolgend genannten SPD-Gruppe, gehört er wohl nach eigener Definition selber zu den so Gescholtenen. Ich möchte mich jetzt nicht über Wendehälse und Opportunisten auslassen …

        ntv 02.08.19
        Gruppe um rechten Parteiflügel Gabriel unterstützt Initiative „SPDpur“
        Eine Gruppe Genossen will einen Linksruck der SPD verhindern. Zu den Unterstützern zählt auch Ex-Außenminister Gabriel. Die neue Initiative fordert unter anderem eine Neujustierung der Migrationspolitik. Karl Lauterbach, Bewerber um den SPD-Vorsitz, sieht die neue Gruppierung beinahe in AfD-Nähe. …

  4. Bengt sagt:

    Bevor der Afghane Abdul D. in Kandel seine 15jährige Ex-Freundin Mia mit einem Messer bestialisch abstach, wurde er anderthalb Jahre fürstlich versorgt – das kostete das Land insgesamt über 100.000 Euro, wie der Germersheimer Landrat aufgelistet hat.
    Insgesamt 582 Tage wurde Abdul D. als „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ (umF) auf Staatskosten verköstigt. Er hatte behauptet, 15 Jahre alt zu sein, ohne daß eine Überprüfung stattfand.
    Der afghanische Mörder von Kandel wurde monatlich mit 5.300 € an Steuermitteln auf Kosten der arbeitenden Allgemeinheit zu Unrecht alimentiert…

    • Helga sagt:

      Was hat das jetzt mit dem Artikel zu tun? Thema verfehlt!

      • qanon sagt:

        Überschrift lesen.
        Beitrag lesen.
        Kommentar lesen.
        „Gesindel“: SPD-Politiker Weingarten verteidigt Äußerungen über „gewaltaffine“ Flüchtlinge.
        Das hat das mit dem Thema zu tun. Bengt hat schön zusammengefasst, was hier ind er Region u.a. in Kandel geschehen ist und was das den deutschen Steuersklaven gekostet hat.

        • Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

          … was das den deutschen Steuersklaven gekostet hat. …

          Wird gerne vergessen:
          … und uns dieser „Flüchtling“ weiterhin im Knast noch kostet!

    • Tobi sagt:

      Erinnert mich irgendwie daran:

      Der Staat zahlt täglich für einen Volksschüler 0,35 RM, für einen Hilfsschüler 0,70 RM, für einen Geisteskranken 4,50 RM und für einen Fürsorgezögling sogar 5,90 RM.
      Errechne die Ausgaben eines Jahres!

      • Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

        … sehr schräg, Tobi. Finden Sie nicht?

        Was mir nicht nur hier bei den Linksbunten auffällt: Großes Verständnis und Unterstützung für das kriminelle „Gesindel“ (Weingarten), null Mitgefühl für die Opfer.

  5. Helga sagt:

    Nun, ich finde die SPD wäre gut beraten, diesen Herrn nicht als Nachrücker in Betracht zu ziehen. Das Wort Gesindel rutscht einem nicht einfach so heraus, wenn es nicht schon voher in den Gedanken verankert war und möglicherweise in entsprechenden Runden schon gebraucht wurde.
    Und dann diese Arroganz den Menschen zu unterstellen, dass sie mit dem Begriff „gewaltaffine soziologische Randgruppe“ nichts anfangen könnten. Was glaubt Herr Weingarten eigentlich wer er ist?
    Der Kerl würde viel besser in die AfD passen. Da würde man ihn für den Mist, den er verzapft, feiern.

    • Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

      Der Kerl würde viel besser in die AfD passen. Da würde man ihn für den Mist, den er verzapft, feiern.

      Ich fasse es nicht! Was für ein Jargon!

  6. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Immer wieder erfrischend, diese konstruktiven Kommentare von jungen, hübschen und vor allem intelligenten Frauen im Forum. Weiter so!

  7. Nessun Dorma (für e.d.) sagt:

    Helga 13. August 2019 um 20:23 Uhr

    Ja, einmal ist immer das erste Mal! 😉 Danke für Ihre Antwort.
    Ich bitte um Entschuldigung, möglicherweise habe ich einen PEX- oder Rheinpfalz-Artikel diesbezüglich falsch interpretiert. Für mich ist es ein Unterschied, ob eine Privatperson ihre Meinung äußert oder ein Möchtegern- oder gar Berufspolitiker politkorrekten Lall&Schwall verbreitet. Die persönliche/private Ansicht, mag sie in meinen Augen auch falsch sein, ist etwas anderes. Ich habe auch kein Problem damit, einem Anhänger einer politisch anderen Richtung rechtzugeben, wenn es passt.

    Auf ein Neues!

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