Donnerstag, 18. August 2022

Germersheim: Soldaten machen Rettungsschwimmer-Ausbildung – Rhein und Freibad Hambach waren „Übungsgelände“

27. Juli 2022 | Kategorie: Kreis Germersheim, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Eine Gewässerdurchquerung mit Zeltbahnpaket stand ebenfalls auf dem Ausbildungsplan.
Foto: Hauptmann Markus Maier

Rettungsschwimmer haben in Deutschland im vergangenen Jahr 1.655 Menschen das Leben gerettet. Das ist die Bilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Die DLRG als größte freiwillige Wasserrettungsorganisation betreut auch in enger Kooperation mit der Bundeswehr an fast allen Standorten bundesweit die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung.

30 Rettungsschwimmer ausgebildet

Für die Durchführung der militärischen Sportausbildung werden ausgebildete Rettungsschwimmer als Aufsicht benötigt. So wurde dann im Juni 2022 eine gemeinsame Ausbildung für die Soldatinnen und Soldaten des Luftwaffenausbildungsbataillons in Germersheim auf die Beine gestellt werden.

Mehr als 30 Teilnehmer der beiden Standorte Germersheim und Roth absolvierten die zwölf unterschiedlichen Disziplinen aus Theorie und Praxis im Freibad Hambach.

Gelebte Patenschaft zahlt sich aus

Schon seit 1994 besteht zwischen der 1. Kompanie des Luftwaffenausbildungsbataillons und der Gemeinde Hambach an der Weinstraße eine Patenschaft. Aufgrund der hervorragenden infrastrukturellen Voraussetzungen, verschiedener Becken (50 m Schwimmerbecken für Kurz- und Langstrecken sowie das Schwimmen in Kleidung; Sprungbecken zum Springen und Tieftauchen) war der Ausbildungsort für die Teilnehmenden ideal.

Foto: Hauptmann Markus Maier

Darüber hinaus mussten die Teilnehmer Kenntnisse im Bereich der Ersten Hilfe, der Selbst- und Fremdrettung und im praktischen Einsatz von Rettungsgeräten nachweisen. Die Ausbildung wurde von Soldaten der Südpfalz-Kaserne als Kompaktausbildung über eine gesamte Woche durchgeführt. So konnten über 30 neue Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer qualifiziert werden.

Foto: Hauptmann Markus Maier

Gewässerdurchquerung war Abschluss und Höhepunkt zu gleich

Als Abschluss und zugleich Höhepunkt der Ausbildung stand am letzten Ausbildungstag eine Gewässerdurchquerung mit Zeltbahnpaket als Erfolgskontrolle in Kooperation mit der örtlichen DLRG Ortsgruppe Wörth am Rhein e. V. auf dem Ausbildungsplan.

Hierbei verpacken die Soldatinnen und Soldaten ihre gesamte Ausrüstung (Bekleidung, Rucksack, etc.) in einem Paket, das mit der Zeltbahn verschnürt wird. So werden schwimmerisch Gewässer durchquert, falls keine Möglichkeit besteht, trockenen Fußes von einem zum anderen Ufer zu gelangen.

Absicherung durch die DLRG

Die Einsatzkräfte und Strömungsretter der DLRG unter Führung von Sascha Neff sicherten die  Schwimmer ab, denn gerade bei Strömung sowie starken Witterungseinflüssen birgt dieses Unterfangen immer auch Risiken für Mensch und Material. Als zusätzliche Absicherung stand ein Motorrettungsboot auf dem Wasserübungsplatz Speyer bereit. (mm)

Foto: Hauptmann Markus Maier

 

Foto: Hauptmann Markus Maier

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