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Galeria erneut insolvent – Speyer will sich für Erhalt der Filiale einsetzen

Foto: Stadt Speyer

Speyer – Die Warenhauskette Galeria hat erneut Insolvenz angemeldet. Auch für die Filiale in Speyer ist damit die weitere Entwicklung ungewiss. Die Stadtverwaltung kündigte am Freitag an, sich weiterhin für den Erhalt des Standorts einzusetzen.

Für Galeria ist es bereits das vierte Insolvenzverfahren seit 2020. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens [1] beantragt. Die bundesweit 83 Warenhäuser sollen zunächst geöffnet bleiben. Welche Auswirkungen das Verfahren auf einzelne Standorte und Arbeitsplätze haben wird, ist derzeit offen. 

Zukunft der Speyerer Filiale offen

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) verwies vor allem auf die erneute Unsicherheit für die Beschäftigten in Speyer. „Meine Gedanken sind heute vor allem bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer GALERIA. Sie haben in den vergangenen Jahren schon mehrfach um ihre berufliche Zukunft bangen müssen und dennoch immer wieder mit großem Einsatz für ihren Standort gekämpft.“

Die Stadt wolle sich weiterhin für den Erhalt der Filiale einsetzen, so Seiler. Der Insolvenzantrag bedeute zunächst keine Entscheidung über deren Zukunft.

Allerdings gehörte Speyer bereits in den vergangenen Monaten zu den Standorten, deren weitere Entwicklung geprüft wurde. Die Stadt bewertet die Voraussetzungen für einen Fortbestand des Warenhauses dennoch positiv. Sie verweist auf die Besucherfrequenz in der Innenstadt, den Tourismus und das Einzugsgebiet. Galeria sei seit Jahrzehnten Bestandteil der Speyerer Innenstadt und zugleich Arbeitgeber und wichtiger Anlaufpunkt für Kunden des innerstädtischen Handels.

Seiler rief dazu auf, Galeria und den übrigen lokalen Einzelhandel durch Einkäufe vor Ort zu unterstützen.

Stadt will Gespräche fortsetzen

Die Stadtverwaltung und die Wirtschaftsförderung stehen eigenen Angaben zufolge seit Längerem mit Galeria und den Beschäftigten der Speyerer Filiale in Kontakt. Die Gespräche sollen während des Insolvenzverfahrens fortgesetzt werden.

Seiler sieht die erneute Galeria-Krise zugleich im Zusammenhang mit der schwierigen Situation des stationären Einzelhandels. Hohe Lebenshaltungskosten und die wirtschaftliche Lage belasteten die verfügbaren Einkommen und damit die Kaufkraft.

„Lebendige Innenstädte brauchen starke Unternehmen, aber genauso Menschen, die sich den Einkauf vor Ort leisten können“, erklärte die Oberbürgermeisterin. Sie forderte insbesondere für kleine und mittlere Einkommen Entlastungen und sieht dabei Bund und Land in der Verantwortung.

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