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Führungswechsel bei „Zukunft Annweiler“ zeichnet sich ab

Öffentliche Sitzung des Gesamtvorstands. Personeller Wechsel im Vorstand von Zukunft Annweiler zeichnet sich ab.
Foto: Hirschmann

Annweiler. Im Stadtentwicklungsverein „Zukunft Annweiler“ zeichnet sich nach mehr als 10 Jahren seit seiner Gründung ein Führungswechsel ab.

Nicht ganz unerwartet, wie erste Reaktionen aus dem Stadtvorstand zeigen. Auf der gestrigen öffentlichen Sitzung des Gesamtvorstands kündigten der Vorstandsvorsitzende, Walter Herzog und sein Stellvertreter, Sebastian Burger, Neuwahlen auf einer Mitgliederversammlung zu Beginn des neuen Jahres an.

Die Suche nach einem Nachfolger von Walter Herzog, war lange ohne Erfolg. In den vergangenen Jahren seiner „herausragenden und aufopferungsvollen ehrenamtlichen Tätigkeit“, wie es Annweilers Kulturrat Martin Graf formulierte, hatte Walter Herzog den im September 2015 gegründeten Verein zu einem über das Trifelsland hinaus bekannten Motor für die Entwicklung von Annweiler geformt.

Gesundheitlich sichtlich angeschlagen hatte sich Herzog auf der Jahreshauptversammlung im Mai 2025 „nur aus Verantwortungsgefühl und Liebe zur Stadt und zum Verein“, wie er sagte, zu einer kommissarischen Weiterführung der Vereinsgeschäfte bereit erklärt, weil bis dato kein Nachfolger für den Vorstandsvorsitz gefunden worden war.

Nunmehr konnte mit dem Vorstandsmitglied Georg Stein ein Kandidat für den 1. Vorsitzenden von Zukunft Annweiler präsentiert werden. Auf der nächsten ordentlichen Jahreshauptversammlung, voraussichtlich im Januar, soll nunmehr der komplette Vereinsvorstand neu gewählt werden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Zuvor werden alle Mitglieder des Gesamtvorstands, die zuletzt für zwei Jahre gewählt worden waren, geschlossen zurücktreten.

Georg Stein, Rechtsanwalt, und seine Frau Katja, die vor vier Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Annweiler gezogen waren, hatten sich seither als Mitglieder im Stadtentwicklungsverein persönlich engagiert in die Vereinsarbeit eingebracht. Mit zahlreichen Arbeitseinsätzen und auch finanziell.

Ein Projekt ist dabei von besonderer Bedeutung.

In enger Zusammenarbeit mit Fritz Müller und dem ehemaligen Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der Grünen, Wolfgang Karch, arbeitet Georg Stein intensiv daran, das Wasserrad an der Stadtmühle wieder technisch instand zu setzen. Als neues und viel bestauntes touristisches Highlight in der Trifelsstadt soll die Stadtmühle dann auch elektrischen Strom liefern. „Die Gespräche mit Reiner Paul, dem Leiter der Stadtwerke, über eine Einspeisung in das örtliche Stromnetz stehen noch am Anfang“, so Wolfgang Karch.

Bürgermeisterin sagt Unterstützung zu

„In den nächsten Wochen bis zur Jahreshauptversammlung wird es darum gehen, gemeinsam mit Walter Herzog und den anderen Vorstandsmitgliedern eine neue Struktur für den Verein Zukunft Annweiler zu formen. Personelle Überlegungen werden dabei ebenso eine Rolle spielen wie notwendige Satzungsanpassungen , damit insbesondere auch die Einbindung der kommunalpolitischen Seite in den Stadtentwicklungsverein verankert wird“, erläutert Stein auf Anfrage.

Stadtbürgermeisterin Carmen Winter begrüßt die personelle Weichenstellung ausdrücklich. „Starke Vereine leben von Menschen, die Verantwortung übernehmen und stets als gutes Beispiel vorangehen“, betont sie. Ihr Dank gelte Walter Herzog, der „mit viel Herzblut einen großartigen Verein aufgebaut“ und nun die Weichen für dessen Zukunft gestellt habe.

Zugleich freut sich die Chefin der Trifelsstadt auf die Zusammenarbeit mit Georg Stein und sichert dem künftigen Vorstand die volle Unterstützung zu: „Die Stadt Annweiler wird dem neuen Vorstand Schulter an Schulter zur Seite stehen. Dies wolle sie auch persönlich als aktives Mitglied aus voller Überzeugung begleiten“. (Günter Hirschmann)

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