
Bei der Übergabe des Fahrzeugs vor dem Kreishaus Südliche Weinstraße.
Foto: KV SÜW
SÜW – Ein frischer Look, moderne Ausstattung und vor allem: endlich wieder zuverlässig unterwegs – die Jugendverkehrsschule im Landkreis Südliche Weinstraße (SÜW) ist ab sofort mit einem neuen Fahrzeug im Dienst.
Der Peugeot Boxer ersetzt das alte Modell, das nach über 20 Jahren und zahlreichen Reparaturen endgültig ausgedient hatte. Übergeben wurde der neue Sprinter jetzt offiziell von Landrat Dietmar Seefeldt und dem zuständigen Kreisbeigeordneten Werner Schreiner.
Empfangen haben das Fahrzeug die Verkehrssicherheitsberaterinnen Julia Fuchs (Polizeiinspektion Edenkoben), Alexandra Meyer (Polizeiinspektion Landau) und Jens Bender (Polizeiinspektion Bad Bergzabern), die tagtäglich an Schulen und Kitas im Landkreis unterwegs sind, um Kindern die wichtigsten Regeln im Straßenverkehr beizubringen.
Verlässlicher Begleiter im Schulalltag
Mit dem neuen Sprinter können nicht nur die Materialien für die Verkehrserziehung transportiert werden – auch Fahrräder für die praktische Radfahrausbildung finden darin bequem Platz. Denn spätestens in der 3. und 4. Klasse steht bei vielen Kindern der sichere Umgang mit dem Fahrrad auf dem Stundenplan. Doch nicht nur Grundschulen profitieren: Auch in Kindergärten ist das Team der Jugendverkehrsschule regelmäßig zu Gast, um die Kleinsten spielerisch mit den ersten Verkehrsregeln vertraut zu machen.
Dass Verkehrserziehung im Landkreis ernst genommen wird, zeigte sich auch bei der Fahrzeugübergabe. Neben den Vertreterinnen und Vertretern der Polizei waren zahlreiche Gäste vor Ort: Jan Lauerer (Fachberater Verkehrserziehung, Landkreis SÜW-Süd), Elke Grimminger (Fachberaterin Verkehrserziehung, Landkreis SÜW-Nord), Polizeidirektor Jürgen Traub (Leiter der Polizeidirektion Landau), sowie die Ersten Polizeihauptkommissare Ralf Burkhard (Bad Bergzabern) und Michael Baron (Edenkoben) und Polizeirat Marc Neumann (Landau).
Finanzierung mit vereinten Kräften
Der neue Bus ist nicht nur moderner, sondern auch eine Investition in die Sicherheit der jungen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Insgesamt rund 44.500 Euro hat die Anschaffung samt Innenausbau und Beklebung gekostet. 40 Prozent übernimmt das Land Rheinland-Pfalz, die restlichen knapp 60 Prozent werden solidarisch von den sieben Verbandsgemeinden im Kreis getragen – je nach Anzahl der Schülerinnen und Schüler in ihrem Gebiet.
Mit dabei bei der Fahrzeugübergabe waren daher auch Bürgermeisterin Gabriele Flach (VG Maikammer), Bürgermeister Daniel Salm (VG Edenkoben), Bürgermeister Christian Sommer (VG Herxheim) und Beigeordneter Wolfgang Engel (VG Annweiler am Trifels). Der Landkreis selbst trägt mit unter einem Prozent einen kleinen Anteil an den Anschaffungskosten – übernimmt dafür aber die laufenden Betriebskosten wie Wartung, Winterreifen und eventuelle Reparaturen. Neben Landrat Seefeldt und Werner Schreiner war auch Kreisbeigeordneter Uwe Huth bei der Übergabe dabei.
Zahlen, die für sich sprechen
Und dass die Jugendverkehrsschule gebraucht wird, zeigen die aktuellen Zahlen: Im Schuljahr 2023/2024 nahmen 4114 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis an den Programmen zur Verkehrserziehung teil – darunter auch die Kinder der beiden Förderschulen in Annweiler und Bad Bergzabern. Im laufenden Schuljahr 2024/2025 wurden bislang sogar schon 4187 Kinder erreicht. Rund 2000 von ihnen haben die Radfahrausbildung bereits erfolgreich absolviert.
Der alte Bus, ein Gebrauchtwagen von 2004, hatte seinen Dienst zuletzt nur noch mit Mühe verrichtet. Nach mehreren Werkstattbesuchen fiel im Oktober 2023 schließlich die Entscheidung: Ein neues Fahrzeug muss her. Nun ist es da – bunt, modern und bereit, die nächste Generation von sicheren Verkehrsteilnehmern durch die Schulzeit zu begleiten.
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