
11 Jahre ist das Foto alt: Landrat Dr. Fritz Brechtel, Dr. Thomas Gebhart (MdB), Patrick Schnieder – heute Bundesverkehrsminister – und Martin Brandl (MdL) auf der Rheinrücke bei Maximiliansau. Schnieder hatte sich seinerzeit als Bundestagsabgeordneter klar für eine zweite Rheinbrücke positioniert.
Foto: v. privat / red
Karlsruhe/Wörth – Die Finanzierung der Zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth steht nach Angaben der FDP Baden-Württemberg auf der Kippe.
Grund sind offenbar Einsparpläne der schwarz-roten Bundesregierung, die auch andere fast baureife Großprojekte auf Autobahnen und Bundesstraßen in Baden-Württemberg betreffen.
Der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung (Landkreis Karlsruhe) zeigte sich über die Pläne „absolut verärgert“. In einem internen Schreiben des Bundesverkehrsministeriums an die CDU-Bundestagsabgeordneten in Baden-Württemberg vom 16. September 2025 heißt es laut Medienberichten, dass wegen „fehlender finanzieller Mittel“ neben dem Albaufstieg der A8 zwischen Stuttgart und Ulm auch die Bundesstraße B293 inklusive der Zweiten Rheinbrücke gestrichen werden solle.

Dr. Christian Jung.
Foto (Archiv): Catherine Busalt/ Christian Jung
Jung kommentiert dies deutlich: „Übersetzt heißt dies, dass die Finanzierung der Zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth in Gefahr ist. Wir sind deshalb richtig wütend und sauer!“
Auch die seit Jahrzehnten geplanten B293-Ortsumgehungen von Jöhlingen und Berghausen im Landkreis Karlsruhe stehen demnach zur Disposition.
Der Karlsruher FDP-Kreisvorsitzende Nikolai Ditzenbach kritisierte die Pläne scharf: „Diese interne Giftliste ist eine absolute Bankrotterklärung der Verkehrspolitik. Wir kämpfen als Freie Demokraten seit über 15 Jahren für die Zweite Rheinbrücke, um die gesamte Region vor einem Verkehrsinfarkt zu schützen, den wir doch schon jetzt zwischen Baden und der Pfalz täglich erleben.“
Für die beiden FDP-Politiker ist unverständlich, dass die Bundesregierung trotz Rekordschulden keine Mittel mehr für die Infrastruktur bereitstellen will.
Jung richtet einen klaren Appell an die regionale CDU: „Wir erwarten besonders von der regionalen CDU und den Abgeordnetenkollegen der Union, dass sie die internen Planungen nicht verschweigen und sich öffentlich gegen die Streichliste und ebenso für die Zweite Rheinbrücke einsetzen und bekennen. Es reicht nicht, intern nur Briefe an Bundesminister zu schreiben und die eigene Basis zu besänftigen. Gerade von der CDU brauchen wir nun ein klares Bekenntnis für die Zweite Rheinbrücke und die weiteren Verkehrs-Großprojekte.“
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