Donnerstag, 17. Oktober 2019

Fast 2,8 Millionen Tiere für Tierversuche verwendet oder getötet

20. Dezember 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Panorama, Wissenschaft

Ratten und Mäsue sind die häufigsten Versuchstiere. Aber auch Hunde und Katzen müssen dran glauben.
Foto: Pixabay/tiburi/CC0 Creative Commons

Berlin  – In Deutschland sind im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen Tiere für Tierversuche verwendet worden.

Weitere fast 740.000 Tiere wurden für wissenschaftliche Zwecke getötet, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf Zahlen, die die Bundesregierung an die EU-Kommission geschickt hat.

Laut Bundeslandwirtschaftsministerium bewegen sich die Werte auf dem Niveau des Jahres 2016. Am häufigsten setzen Wissenschaftler Mäuse mit insgesamt 1,37 Millionen Tieren ein. Es folgten 255.000 Ratten und 240.000 Fische. Hinzu kamen aber auch 3.300 Hunde und 718 Katzen.

Deutlich gestiegen ist indes die Zahl der verwendeten Affen. Sie lag im vergangenen Jahr bei 3.472 Tieren, 2016 waren es noch 2.462.

Laut Bundesregierung wurden 50 Prozent der Tiere im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Bei 27 Prozent ging es um die Herstellung oder Überprüfung von Medikamenten. Weitere 15 Prozent nutzten die Wissenschaftler unmittelbar zur Erforschung von Krankheiten bei Menschen und Tieren.

Rund 740.000 Tiere wurden ohne vorherige Tests getötet. Nach Angaben des Ministeriums stand in diesen Fällen die Nutzung von Organen oder Zellmaterial im Vordergrund.

„Ich will, dass die Zahl der Tierversuche kontinuierlich gesenkt wird. Tiere sind Mitgeschöpfe. Sie verdienen unser Mitgefühl“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Dort wo Experimente an Tieren unerlässlich seien, müsse weiter an Alternativen geforscht werden, so die CDU-Politikerin. Ihr Ministerium fördere solche Alternativen finanziell.

Die Grünen im Bundestag kritisierten das als ungenügend. Renate Künast, tierschutzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, sagte: „Wir brauchen jetzt eine klare Ausstiegsstrategie.“

(dts Nachrichtenagentur)

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