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Fachkräftemangel in der Veranstaltungsbranche: Wie sich die Pfalz auf neue Herausforderungen einstellt

Symbolbild: ongchinonn [1] / Pixabay [2]

Die Veranstaltungsbranche in der Pfalz steht vor einer wachsenden Herausforderung: Der Fachkräftemangel macht sich auch hier zunehmend bemerkbar und stellt Unternehmen damit vor strukturelle Probleme.

Ob Stadtfeste, Weinfeste oder Fachmessen – überall fehlt es an qualifiziertem Personal. Besonders betroffen sind Berufe in der Veranstaltungslogistik, im Catering und im technischen Bereich. Welche Lösungsansätze gibt es? Und wie wirkt sich die Situation auf die Region aus?

Veranstaltungen als wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Pfalz

Die Pfalz ist nicht nur für ihre landschaftliche Schönheit und ihren Weinbau bekannt, sondern vor allem auch für ihre lebendige Veranstaltungs- und Festkultur.

Jährlich finden hier zahlreiche Events statt, die Besucher aus ganz Deutschland anziehen. Das bekannte “Deutsche Weintor” in Schweigen, der “Dürkheimer Wurstmarkt” oder die “Landauer Wirtschaftstage” sind nur einige Beispiele für Veranstaltungen, die erheblich zur regionalen Wirtschaft beitragen.

Doch der zunehmende Personalmangel droht, diesen wichtigen Wirtschaftsfaktor zu gefährden. Laut der Industrie- und Handelskammer Pfalz ist die Zahl der offenen Stellen in der Veranstaltungsbranche in den letzten Jahren stetig gestiegen. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden – ein Problem, das besonders in der Hochsaison zum Tragen kommt.

Messepersonal und Event-Teams – wenn die Fachkräfte knapp werden

Neben Gastronomie und Veranstaltungstechnik fehlt es auch zunehmend an geschultem Personal für Messen und Ausstellungen. Messen sind für Unternehmen allerdings nach wie vor eine wichtige Plattform, um sich zu präsentieren und Kundenkontakte zu knüpfen.

In der Praxis bedeutet das: Wer sich auf Fachmessen erfolgreich positionieren will, ist gleichzeitig auf kompetentes Messepersonal [3] angewiesen, das die Kunden berät und die Produkte vorstellt. Doch auch hier führt der Fachkräftemangel dazu, dass Unternehmen in vielen Fällen auf kurzfristige Aushilfen zurückgreifen müssen.

Eine Lösung könnte verstärkte Qualifizierungsmaßnahmen bieten. Einige Unternehmen setzen bereits auf interne Schulungen oder arbeiten mit Personaldienstleistern zusammen, um die Engpässe zu überbrücken. Ohne langfristige Strategien bleibt das Problem allerdings bestehen.

Internationale Fachkräfte als Lösung?

Ein weiterer möglicher Ansatz zur Entlastung des Arbeitsmarktes ist die gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland.

Doch Rheinland-Pfalz hinkt hier hinterher: Laut einer Studie der IHK suchen nur rund 20 Prozent der Unternehmen aktiv im Ausland nach neuen Mitarbeitern. Gründe dafür sind die Angst vor Sprachbarrieren, hohe bürokratische Hürden und Unsicherheiten bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse.

Trotzdem gibt es bereits erfolgreiche Beispiele: Die Zentrale Ausländerbehörde in Kaiserslautern unterstützt Unternehmen beispielsweise bereits seit 2021 bei der Integration internationaler Fachkräfte und hilft dabei, die verbundenen bürokratischen Prozesse zu erleichtern.

Solche Maßnahmen könnten auch für die Veranstaltungsbranche eine Möglichkeit sein, um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Was unternimmt die Landesregierung?

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat ebenfalls Maßnahmen zur Fachkräftesicherung eingeleitet. Im Rahmen der dritten Fachkräftestrategie wurden bisher 75 Prozent der geplanten Programme umgesetzt. Dazu gehören:

  • die Förderung von Praktikumswochen für Schülerinnen und Schüler
  • der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen
  • Verbesserte Bedingungen für Quereinsteiger in der Veranstaltungsbranche

Langfristig soll die Branche vor allem durch gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten gestärkt werden, um den bestehenden Fachkräftebedarf zu decken.

Zukunftsperspektiven – was muss sich ändern?

Obwohl verschiedene Maßnahmen bereits umgesetzt wurden, bleibt die Situation angespannt. Die Unternehmen müssen sich zunehmend als attraktive Arbeitgeber positionieren, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Flexible Arbeitszeitmodelle, Weiterbildungsprogramme und eine wertschätzende Unternehmenskultur sind in diesem Zusammenhang heute essentiell, um junge Menschen für die Branche zu begeistern.

Fest steht: Die Veranstaltungsbranche in der Pfalz muss sich neu aufstellen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Fachkräftemangel [4] wird nicht von heute auf morgen verschwinden – mit den richtigen Strategien kann er jedoch durchaus bewältigt werden.

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