Mittwoch, 16. Oktober 2019

Schusterbrunnenfest mit Ausstellung

Karte nicht verfügbar

Datum/Zeit
05.07.2019 - 06.07.2019

Ort
Schusterbrunnenfest

Veranstaltungsart


Die Bronzestatue von Jean Joß bekrönt den Schusterbrunnen. Das undatierte Ölgemälde zeigt eine Markt-Szene auf dem Oberen Schloßplatz. (Sammlung Stadtarchiv Pirmasens)

Pirmasens. Am 5. und 6. Juli findet die zweite Ausgabe des Schusterbrunnenfestes statt. Am Freitag und Samstag verwandelt sich die Fußgängerzone zwischen Sandgasse und Altem Markt in eine pulsierende Festmeile, auf der Kunst, Live-Musik, handgemachte Produkte „made in Pirmasens“ und kulinarische Köstlichkeiten zum Bummeln und Verweilen einladen. Das Stadtarchiv bereichert die Veranstaltung mit einer kleinen Ausstellung. 

Gezeigt werden 22 Ölgemälde des Malers Ludwig Petzinger (1927 – 2014). Den Schwerpunkt der Exponate bilden detailreiche Darstellungen aus „Alt Pirmasens“. Die Exponate zeigen u.a. Soldaten vor dem landgräflichen Schloß, in der Kutsche, an den Grenadierhäuschen in der Ringstraße oder historische Stadtansichten zu unterschiedlichen Jahreszeiten.
Motive aus „Alt Pirmasens“ waren zeitlebens ein Thema für Ludwig Petzinger, der sich selbst als malender Chronist verstanden hat.

1927 in der Maler-Bürkel-Straße geboren, zeichnete er bevorzugt Bilder seiner Heimatstadt aus der Vorkriegszeit. „Ich habe schon in jungen Jahren meine Vaterstadt bewusst erlebt. Ich bin oft mit dem Zeichenblock durch die Straßen und Gassen gestreift und habe Skizzen angefertigt“, sagte Petzinger in einem 1996 erschienenen Zeitungsinterview. Die ausgewählten Ölgemälde entstammen alle der städtischen Sammlung, die aus insgesamt 166 Werken des Künstlers besteht.

Ausgestellt werden die Ölgemälde in den Schaufenstern des Ladenlokals in der Hauptstraße 61-63.

Hintergrund

Die südliche Hauptstraße zwischen Sandgasse und Altem Markt ist von historischen und zugleich stadtbildprägenden Gebäuden geprägt. Etwa durch das Ensemble von Lutherkirche mit der ehemaligen Garnisonsschule und dem davor gelegenen Schuster-Joß-Brunnen. Außerdem sind in diesem Abschnitt der Fußgängerzone mehrere, inhabergeführte Fachgeschäfte aus unterschiedlichen Leitbranchen (Möbel, Textilien, Optik, Schmuck, Reformartikel, Haushalts- und Spielwaren) ansässig.

Gleichzeitig kommt es im Bereich der südlichen Hauptstraße zu einer Akkumulation von Leerständen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und das Quartier aufzuwerten, hatte sich – unter Federführung des Amtes für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften – im September 2015 eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die sich inzwischen den identitätsstiftenden Namen „Schusterbrunnenquartier“ gegeben hat.

In dem offenen Zusammenschluss engagieren sich seither Immobilienbesitzer, Einzelhändler, Anwohner und Institutionen, etwa die protestantische Lutherkirchengemeinde sowie das Begegnungszentrum „Mittendrin“. Eingebunden sind außerdem zahlreiche Vertreter des Netzwerkes „PS: kreativ“ und City-Manager Constantin Weidlich. Die Arbeitsgemeinschaft „Schusterbrunnenquartier“ ist ein Ausfluss der Werkstattgespräche zum Masterplan Innenstadt.

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