Montag, 26. Oktober 2020

Kandel: Modenschau in der St. Georgskirche – Historisches und Aktuelles

Datum/Zeit
27.04.2019

Ort
St. Georgskirche Kandel

Veranstaltungsart


St. Georgskirche in Kandel.
Foto: Eckhard Zechiel

Kandel – Am Samstag, 27. April, wird Kandels Wahrzeichen in einen Laufsteg verwandelt.

Anlässlich des 500. Geburtstags des St. Georgturms hat der Verein für Handel und Gewerbe gemeinsam mit Pfarrer Dr. Arne Dembek von der protestantischen Kirchengemeinde Kandel eine historische Modenschau organisiert. Ab 18 Uhr präsentieren vier Models auf einem Laufsteg in Kirche Mode aus den Epochen Barock, Rokoko, Mittelalter und Renaissance. Claudia Bischoff von Möbel Bischoff hat die Kostüme für die Modenschau genäht. Zwischen der Präsentation der historischen Kleidung zeigen die Models auch aktuelle Outfits.

„Für uns als Kirchengemeinde ist es ein besonderer Anreiz, im Jubiläumsjahr das Wahrzeichen von Kandel so vielen Menschen wie möglich mal in einer ganz anderen Form zu präsentieren“, sagt Pfarrer Dembek. „Die historische Modenschau bietet uns eine schöne Möglichkeit dazu.“

„Wir Mitglieder des VHG saßen zusammen und haben uns Gedanken darüber gemacht, wie wir uns in die 500-Jahr-Feier mit einbringen können“, erzählt Tina Lutz, die eine der Koordinatoren der Modenschau ist. „Diese Veranstaltung ist auch eine schöne Möglichkeit, Menschen die Kirche näher zu bringen, die sonst nichts mit ihr zu tun haben.“

Zahlreiche VHG-Mitglieder haben tatkräftig mitgewirkt, damit die Modenschau ein Erfolg wird: Juwelier Pitrov stellt den Schmuck zur Verfügung, Wir sind die Brille Schöttinger die neuesten Brillenmodelle, Mode Meier die aktuelle Mode, Schuhhaus Grahn das Schuhwerk, Blumenhaus Roth schmückt die Kirche, Salon Zimmer frisiert die Models und Maler Roth hat an dem Laufsteg mitgearbeitet.

Während der Modenschau sitzen die Besucher in den Kirchenreihen. „Die Laufstege sind etwas höher installiert, so dass jeder etwas sehen kann“, erklärt der Pfarrer. Moderiert wird die Veranstaltung von Jutta Klein. Markus Eisel umrahmt die Modenschau musikalisch.

Gebaut wurde der St. Georgsturm innerhalb von 18 Jahren. Fertiggestellt wurde er 1519 – also vor genau 500 Jahren. Der Turm besitzt sechs Glocken und weist eine Höhe von ca. 60 Metern auf. „Er wirkt aber höher, weil er auf einer Anhöhe steht“, so Dembek. „Vermutlich gab es damals eine Türmerwohnung. Dort lebte jemand, der von oben auf die Stadt schaute und mögliche Feuer meldete.“ Bis in die 1980er Jahre war der St. Georgsturm in städtischer Hand, dann wurde er der Kirchengemeinde geschenkt.

„Den Wandel der Zeit kann man sehr gut an der Mode ablesen“, stellt Dembek eine Verbindung zwischen dem Jubiläum und der Modenschau in der Kirche her. „Vor vielen Jahrhunderten haben die Menschen mit diesen für uns heute historischen Kostümen die Gottesdienste besucht. Die Kirche ist seit jeher ein Versammlungsort für Menschen jeden Alters, Geschlechts und Standes – und wie sich die Menschen kleiden, gehört einfach zum Menschsein dazu.“

„In den letzten Jahrhunderten hat sich nicht nur die Mode gewandelt, sondern auch die Kirche – in beiden ist Bewegung“, fügt Tina Lutz hinzu. „An unserer historischen Modenschau treffen sich Kirche und Mode an einem Punkt.“ (pdp/red)

Am Samstag, 27. April ,18 Uhr.

 

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