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ETFs verstehen und gezielt investieren

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Sie gehören mittlerweile zu den beliebtesten Anlageformen für Privatanleger: ETFs, kurz für Exchange Traded Funds. Und das ist kein Wunder, denn sie sind kostengünstig, transparent und bieten ein breites Spektrum an Anlagemöglichkeiten, ohne dass man sich aktiv um die Auswahl einzelner Aktien kümmern muss. Wer wirklich langfristig Vermögen aufbauen will, kommt an dieser Form der passiven Geldanlage deshalb kaum vorbei.

Was ist ein ETF überhaupt?

Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der einen bestimmten Index nachbildet. Der bekannteste deutsche Index, den die meisten sicher kennen, ist der DAX [1], der die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands umfasst. Global beliebt sind der MSCI World oder der S&P 500. Wer Anteile an einem ETF erwirbt, investiert automatisch in alle im jeweiligen Index enthaltenen Unternehmen. Das macht ETFs zu einer unkomplizierten Möglichkeit, mit nur einer Investition ein ganzes Marktsegment abzudecken.

Die zugrunde liegende Idee dahinter ist: Statt einzelne Aktien auszusuchen und ein relativ hohes Risiko einzugehen, investiert man in den gesamten Markt, oder in ein bestimmtes Marktsegment. So lassen sich auch Schwankungen am Markt und an der Börse viel besser abfedern, da die Verluste einzelner Unternehmen durch eine positive Entwicklung anderer Unternehmen ausgeglichen werden können.

Die Vorteile auf einen Blick

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ETFs bringen viele Vorteile mit sich [2], die sie für Einsteiger aber auch für erfahrene Anleger attraktiv machen:

  • Kostenvorteile: Da ETFs passiv verwaltet werden, fallen deutlich geringere    Verwaltungsgebühren an als bei aktiv gemanagten Fonds.
  • Transparenz: Die Zusammensetzung eines ETF ist jederzeit einsehbar. Anleger wissen also genau, worin ihr Geld steckt.
  • Flexibilität: ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt und lassen sich während der Handelszeiten jederzeit kaufen oder verkaufen.
  •  Diversifikation: Schon mit kleinen Beträgen kann man in Hunderte oder gar Tausende Unternehmen investieren.

ETF kaufen – So geht es, Schritt für Schritt

Der Kauf eines ETF ist kein Hexenwerk. Wer die Grundlagen kennt und sich etwas Zeit für die Auswahl nimmt, kann schnell erste Erfahrungen sammeln und sein Geld erfolgreich anlegen.

  1. Depot eröffnen:

Zuerst benötigt man ein Wertpapierdepot. Dieses kann bei einer klassischen Bank, einer Direktbank oder einem Online-Broker eröffnet werden. Aber: Online-Anbieter haben oft niedrigere Gebühren und eine benutzerfreundliche Oberfläche. Es lohnt sich deshalb, einen Blick darauf zu werfen. 

  1. ETF-Auswahl treffen:

Sobald das Depot eingerichtet ist, kann man sich auf die Suche nach einem passenden ETF machen. Hier kommt es auf die persönlichen Ziele an. Wer global streuen möchte, greift beispielsweise zu einem ETF auf den MSCI World. Wer auf einzelne Länder, Branchen oder Themen setzen möchte, findet ebenfalls eine breite Auswahl, etwa mit Nachhaltigkeitsbezug, Digitalisierung oder Schwellenländer-Fokus.

  1. ETF kaufen:

Die meisten Broker bieten Suchfunktionen, bei denen man den ETF über den Namen oder die ISIN findet. Beim Kauf gibt man entweder die Stückzahl oder den gewünschten Betrag ein. Man kann sofort zum aktuellen Kurs kaufen oder mit einem Limit arbeiten, das einen Maximalpreis festlegt.

Ein guter Anlaufpunkt für alle, die gezielt und einfach ETF kaufen [3] möchten, ist das Angebot von OANDA. Die Plattform ermöglicht den Handel mit über 350 ETFs von renommierten Anbietern wie iShares, Vanguard oder Xtrackers. Der Einstieg wird bei OANDA auch durch attraktive Konditionen erleichtert: Bis zum 31. Dezember 2025 sind die ersten zehn ETF-Trades pro Monat gebührenfrei (bis zu einem Handelsvolumen von 100.000 Euro). Danach liegt die Mindestprovision bei nur 1 Euro oder 0,10 %.

  1. Entwicklung beobachten und wenn nötig nachjustieren:

Nach dem Kauf wandert der ETF ins Depot. Von dort aus kann man die Wertentwicklung verfolgen. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und nicht bei jeder Kursschwankung hektisch zu reagieren. Wer langfristig investiert, sollte regelmäßig kontrollieren, ob die gewählte Strategie noch zu den persönlichen Zielen passt. Mehr ist meistens gar nicht nötig.

Was bei der ETF-Auswahl außerdem wichtig ist

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Neben dem Index, den ein ETF abbildet, gibt es noch weitere Kriterien, auf die man achten sollte:

  •  Gesamtkostenquote (TER): Diese Kennzahl zeigt die laufenden Kosten des ETFs pro Jahr. Werte unter 0,5 % gelten als günstig.
  • Größe und Volumen des Fonds: Ein ETF mit großem Fondsvolumen ist meist liquider und stabiler.
  •  Replikationsmethode: Bei physischer Replikation kauft der ETF tatsächlich die im Index enthaltenen Aktien. Bei synthetischer Replikation wird die Wertentwicklung über Swaps nachgebildet.
  • Thesaurierend oder ausschüttend: Thesaurierende ETFs re-investieren Erträge automatisch, während ausschüttende ETFs Dividenden direkt an den Anleger auszahlen.

Auch steuerliche Aspekte spielen eine Rolle, besonders bei thesaurierenden Fonds oder bei ausländischen ETFs. In Deutschland gibt es seit 2018 eine Reform der Fondsbesteuerung, die einiges vereinfacht hat. Wer wirklich ganz sicher gehen will, kann einen Steuerberater oder einen ETF-Rechner zurate ziehen.

Alternativen zum Einmalkauf – ETF-Sparpläne

Für viele Anleger ist ein ETF-Sparplan besonders attraktiv. Bei einem Sparplan wird regelmäßig (meistens monatlich) ein fester Betrag investiert. Das kann schon ab 25 Euro losgehen. Besonders bei volatilen Märkten kann der sogenannte Durchschnittskosteneffekt helfen: Da bei niedrigen Kursen mehr ETF-Anteile gekauft werden, sinkt der durchschnittliche Einstiegspreis langfristig.

Sparpläne lassen sich bei fast allen Brokern einrichten und sind ideal für den schrittweisen Vermögensaufbau. Auch für Kinder oder zur Altersvorsorge sind sie eine sehr sinnvolle Option und eine gute Investition in die Zukunft.

Abschließend lässt sich festhalten: ETFs erfordern keine komplexe und ständig am Markt ausgerichtete Strategie, sondern Börsenfonds setzen auf Kontinuität und Disziplin. Mit ETFs kann daher jeder sein Erspartes konstant und mit minimalem Risiko auf die Dauer maximieren, ohne sich dem Stress der stark schwankenden Aktienmärkte ständig auszusetzen müssen. Und das Beste: Dafür muss man kein Experte sein, denn ETFs klingen komplizierter als sie sind. In Zeiten, in denen die Rente, aber auch das klassische Sparguthaben bei Banken, oft kaum noch sicher sind, lohnt es sich, ganz ohne Zweifel bei ETFs einzusteigen, auch ohne riesige Investitionen. Schon ein kleiner Betrag, der gut angelegt ist, zahlt sich mit der Zeit aus.

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