
Foto: NVS NaturStiftung Südpfalz
Herxheim – Sieben Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Landau haben gemeinsam mit einer Lehrkraft, dem NVS und der Bürgerstiftung Herxheim (BSH) das Projekt „Igelburgen für das Herxheimer Bruch“ gestartet.
Auf einem Waldgrundstück des NVS sammelte die Gruppe Stammholz, Äste, Zweige und Laub. Das Material wurde anschließend ins Herxheimer Bruch transportiert, wo daraus die erste Igelburg entstand. Außerdem räumte die Gruppe das Waldgrundstück auf und legte aus überschüssigem Material Totholzhaufen an.
„Die Schüler haben mit großem Einsatz angepackt und gezeigt, wie viel man gemeinsam für die Natur erreichen kann“, sagt Kurt Garrecht, Vorstand des NVS NaturschutzVerband Südpfalz. „Wir wollen mit solchen Projekten jungen Menschen vermitteln, warum intakte Lebensräume wichtig sind und wie wir selbst heimische Tierarten unterstützen können.“
Stefan Roth, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, sagte, das Projekt verbinde Umweltbildung, Engagement und praktische Hilfe für die Tierwelt. „Wir freuen uns, mit der IGS Landau und dem NVS einen Beitrag zum Naturschutz im Herxheimer Bruch zu leisten“, so Roth. Der Bürgerstiftung sei wichtig, dass junge Menschen erlebten, wie sie ihr Umfeld aktiv mitgestalten könnten.
In den kommenden Tagen werden im Herxheimer Bruch aus dem gesammelten Material weitere Igelburgen aufgeschichtet. Sie bestehen aus einem Unterbau aus Stammholz und Ästen, darüber kommen dünnere Zweige, Reisig und eine dicke Schicht Laub. So entsteht innen ein geschützter, trockener Hohlraum, der Igeln als Tagesversteck, zur Jungenaufzucht und als Winterquartier dient.
Damit ergänzen die Igelburgen die vorhandenen Rückzugsbereiche im Herxheimer Bruch. Igel finden in Hecken, Gehölzen und Gärten zwar vielerorts Unterschlupf. Geeignete und dauerhaft geschützte Winterquartiere sind jedoch selten geworden.