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Erhalt des Strieffler-Werks in Herxheim: CDU sieht Widersprüche bei SPD und FWG

Foto: Pfalz-Express

Herxheim – Im Verbandsgemeinderat Herxheim ist am 16. Dezember 2025 der Haushalt für das Jahr 2026 beraten worden. In diesem Zusammenhang brachte die CDU-Fraktion einen Haushaltsbegleitantrag ein, mit dem sie die finanziellen Voraussetzungen für den dauerhaften Erhalt und die Wiederanbringung des Kunstwerks von Marie Strieffler an der Grundschule Rohrbach sichern wollte.

Nach Angaben der CDU hätte der Antrag vorgesehen, die erforderlichen Mittel verbindlich im ausgeglichenen Haushalt zu verankern und damit Planungssicherheit zu schaffen. Der Antrag wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt. SPD und FWG stimmten mit insgesamt 16 Nein-Stimmen dagegen, die CDU-Fraktion votierte geschlossen dafür. Auch der Bürgermeister Christian Sommer (FWG) gehörte zur Mehrheit.

Die CDU zeigte sich über die Entscheidung irritiert. Aus ihrer Sicht stehe die Ablehnung im Widerspruch zu öffentlichen Bekenntnissen von SPD und FWG, den Erhalt des Kunstwerks unterstützen zu wollen. Die Entscheidung sende vielmehr ein Signal, das den dauerhaften Erhalt eines bedeutenden Teils des kulturellen Erbes der Verbandsgemeinde erschwere, so die CDU.

Statt einer vollständigen finanziellen Absicherung im Haushalt verwiesen SPD und FWG nach CDU-Darstellung auf die Beschlusslage aus dem Bauausschuss. Demnach solle die Verbandsgemeinde maximal 7.500 Euro an Eigenmitteln bereitstellen, während die übrigen Kosten über Drittmittel oder Zuwendungen eingeworben werden müssten. Gelinge dies nicht, sei vorgesehen, das Kunstwerk an Dritte abzugeben oder zu entsorgen.

Nach Angaben der CDU-Fraktion sei im Bauausschuss zudem darauf hingewiesen worden, dass zu Beginn der Sanierung der Grundschule Rohrbach angeblich ein Beschluss gefasst worden sei, das Kunstwerk nicht erneut am Schulgebäude anzubringen. Die CDU habe hierzu vor der Sitzung entsprechende Unterlagen bei der Verwaltung angefordert, bislang jedoch keine Rückmeldung erhalten.

Die CDU sieht im Umgang der Mehrheitsfraktionen eine fehlende klare Linie. Einerseits werde der Wille zum Erhalt des Kunstwerks betont, andererseits sei aus der SPD-Fraktion auf Stimmen aus der Bevölkerung verwiesen worden, die einer erneuten Anbringung kritisch gegenüberstünden. Der Erhalt werde damit nicht als vorrangige Aufgabe der Verbandsgemeinde behandelt, kritisiert die CDU.

Nach Auffassung der CDU-Fraktion zählt Marie Strieffler [1] zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Pfalz im 20. Jahrhundert. Das Werk sei äußerst selten und das Kunstwerk an der Grundschule Rohrbach sowohl kulturell bedeutsam als auch ein wichtiges Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen in der Kunst. Ein Verlust würde nach CDU-Angaben einen Schaden für die gesamte Region darstellen.

Die CDU mahnte zudem, dass das fehlende eindeutige Bekenntnis zum Erhalt des Kunstwerks die Einwerbung von Drittmitteln erschwere. Ein Fraktionsmitglied habe bereits Kontakt zur Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur in Mainz aufgenommen. Ein Schreiben der Stiftung, das während der Sitzung verlesen wurde, habe positive Signale für eine Förderung von 50 Prozent der förderfähigen Kosten enthalten.

Die CDU-Fraktion kündigte an, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass das Kunstwerk von Marie Strieffler am angestammten Platz erhalten bleibt und nicht durch, so wörtlich, „ungeschicktes Taktieren der anderen Fraktionen oder kurzsichtige haushaltspolitische Erwägungen“ verloren gehe.

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