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Er wollte zum IS: Deutscher Terrorverdächtiger am Frankfurter Flughafen verhaftet

KI-Foto: Pfalz-Express

Frankfurt – Der Deutsche Joshua W. sitzt wegen Terrorverdachts in Untersuchungshaft. Sicherheitsbeamte nahmen ihn am Freitagabend, 23. Oktober 2026, am Frankfurter Flughafen fest. Bereits im Februar 2025 war er in Pakistan festgenommen worden.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm versuchte Mitgliedschaft in der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Er soll sich der Organisation anschließen und für Anschläge militärisch ausbilden lassen haben wollen.

Zunächst Somalia als Ziel

Laut Bundesanwaltschaft flog Joshua W. im Januar 2025 von Berlin nach Äthiopien. Von dort wollte er nach Somalia gelangen, um sich dem IS anzuschließen und für Anschläge auf vermeintlich „Ungläubige“ ausbilden zu lassen.

Nachdem der Grenzübertritt nach Somalia gescheitert war, änderte er demnach seine Pläne und reiste nach Pakistan, um sich dort der Vereinigung anzuschließen. Dort wurde er im Februar 2025 festgenommen, anscheinend eigenständig von den dortigen Behörden. 

Deutscher Haftbefehl seit Juni 2025

Der deutsche Haftbefehl wurde am 30. Juni 2025 erlassen, also erst nach der Festnahme in Pakistan. Bei Joshua W.s Einreise in Frankfurt vollstreckten Beamte des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei und des Landeskriminalamts Berlin diesen Haftbefehl.

Am Samstag, 24. Oktober 2026, wurde Joshua W. dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt. Dieser eröffnete ihm den Haftbefehl und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an. Bei den mutmaßlichen Taten soll Joshua W. Heranwachsender gewesen sein, also mindestens 18, aber noch keine 21 Jahre alt.