
Foto: Pfalz-Express
Das Trinkwasser in Deutschland wird streng kontrolliert und gilt als eines der saubersten im internationalen Vergleich. Die hohe Qualität bezieht sich aber auf die Reinheit des Wassers und darauf, dass es frei von Keimen und Schadstoffen ist und nicht auf die eigentliche Zusammensetzung des Wassers.
So kann Leitungswasser in der Regel völlig problemlos getrunken werden, besonders hartes Wasser kann aber zu Kalkablagerungen in Wasserleitungen und Haushaltsgeräten führen.
Mit einer Entkalkungsanlage lässt sich dieses Phänomen effektiv verhindern. Doch was genau ist eigentlich hartes Wasser, was sollte man in diesem Zusammenhang beachten und welche Vorteile ergeben sich aus der Nutzung einer Entkalkungsanlage?
Was ist hartes Wasser?
Hartes Wasser weist einen hohen Anteil an Calcium und Magnesium auf. Diese sogenannten Härtebildner können sich im Laufe der Zeit in Rohren, Leitungen und Haushaltsgeräten ablagern, was letztlich zur Bildung von Kalk führt. In Regionen mit sehr hartem Wasser kann man das an Wasserhähnen, Duschköpfen oder auch im Wasserkocher schnell bemerken. Weniger sichtbar sind Verkalkungen im Inneren von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen oder Geschirrspülern, allerdings können sie durchaus Probleme bereiten.
Ablagerungen in den Leitungen und Heizelementen führen nicht nur zu einer verkürzten Lebenszeit dieser Geräte, sondern auch zu höheren Energiekosten, da der Stromverbrauch durch Kalkablagerungen steigt. Schon eine kleine, 1 Millimeter dicke Kalkschicht kann den Energieverbrauch eines elektrischen Geräts um 15 Prozent erhöhen.
Wie funktioniert eine Entkalkungsanlage?
Eine Entkalkungsanlage wird häufig auch als Wasserenthärtungsanlage bezeichnet und entfernt die unerwünschten Härtebildner, wobei alle lebenswichtigen Spurenelemente, Mineralien und Salze erhalten bleiben. Eine solche Anlage wird in der Regel direkt am Hausanschluss installiert, der Prozess erfolgt meist über das sogenannte Ionenaustauschverfahren. Dabei strömt das Wasser durch ein spezielles Harz, was bewirkt, dass die Calcium- und Magnesiumionen des Wassers gegen Natriumionen ausgetauscht werden.
Eine Entkalkungsanlage befreit das Wasser also von einem Großteil der Härtebildner und stellt weiches Wasser zur Verfügung, was mit einer Reihe von Vorteilen verbunden ist. Allgemeine Informationen zur Trinkwasserqualität findet man hier [1].
Was sind die Vorteile einer Entkalkungsanlage?
Enthärtetes, kalkarmes Wasser setzt sichtbar und spürbar weniger weiße Kalkflecken an Wasserhähnen, Duschköpfen, Fliesen und Co. ab. Haushaltsgeräte benötigen im Laufe der Zeit nicht mehr Energie und werden auch in ihrer Nutzungsdauer nicht eingeschränkt. Das sind aber nicht die einzigen Vorteile, die eine Entkalkungsanlage bzw. weiches Wasser mit sich bringt. Darüber hinaus können Haushalte von folgenden Vorteilen profitieren:
• Viele Menschen empfinden den Geschmack bzw. die Aromen von Heißgetränken wie Kaffee oder Tee als angenehmer, wenn das Gerät mit weichem Wasser zubereitet wurde.
• Weiches Wasser bewirkt, dass Waschmaschinen weniger Waschmittel benötigen, als wenn hartes Wasser verwendet wird. Bis zu 50 Prozent Waschmittel lässt sich so einsparen, was nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt entgegenkommt.
• Kalkhaltiges Wasser kann Haut und Haare beim Duschen oder Baden trocken und glanzlos machen, insbesondere Personen, die zu trockener Haut neigen, können empfindlich auf solches Wasser reagieren.
• Nicht nur Haut, Haare und Haushaltsgeräte freuen sich über weiches Wasser, auch Zimmerpflanzen wachsen wesentlich besser, wenn sie ihren Wasserhaushalt mit weichem Wasser ausgleichen, wie es auch in der Natur der Fall ist. Darüber hinaus gehören auch unschöne Kalkflecken, die beim Gießen mit hartem Wasser an den Blättern entstehen können, so der Vergangenheit an.
Unter folgendem Link finden sich weiterführende Informationen über die Vorteile einer Entkalkungsanlage [2].
Was sollte man beim Thema Entkalkungsanlage berücksichtigen?
Es ist wichtig zu wissen, wie hart das Wasser im eigenen Haushalt tatsächlich ist, um eine geeignete Anlage zu finden. Darüber hinaus ist es erforderlich, die Anlage regelmäßig mit Salz zu befüllen, um den Ionenaustausch zu gewährleisten. Regelmäßige Pflege bzw. Wartung ist also unerlässlich, um dauerhaft von den Vorteilen profitieren zu können.
Das kann entweder selbst geschehen, oder durch einen Fachmann, der die Wartung übernimmt. Häufig übernehmen die Anbieter entsprechender Anlagen auch den Service.
Fazit
Auch wenn die Trinkwasserqualität hierzulande sehr hoch ist, kann die Qualität durch eine Entkalkungsanlage zusätzlich verbessert werden. Wer an seinem Wohnort mit hartem Wasser zu kämpfen hat und sich für eine solche Anlage entscheidet, investiert in den langfristigen Schutz der Wasserinstallationen und stellt sicher, dass seine Haushaltsgeräte so lange wie möglich optimal funktionieren.
Für alle, die ihre Geräte und Wasserleitungen schützen möchten, Wert auf einen geringen Energie- und Waschmittelverbrauch legen und mehr Komfort im Alltag zu schätzen wissen, ist eine Entkalkungsanlage durchaus eine lohnenswerte Investition.
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