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ELFLIQ Liquids im Überblick: Welche Sorten sich wirklich lohnen

Symbolbild (KI): Pfalz-Express

Elf Bar ist unter anderem für das Einweggerät Elf Bar 600 und das Pod-System Elfa bekannt. Für Geräte, die man selbst befüllt, bietet der Hersteller viele Geschmacksrichtungen seiner Einweggeräte unter dem Namen Elfliq auch in der Flasche an. Die Auswahl ist groß, die Sortentabelle eines deutschen Händlers umfasst 35 Einträge, und unterhalb der Tabelle stehen weitere neue und angekündigte Sorten.

Den Ausschlag für oder gegen eine Sorte gibt letztlich das persönliche Empfinden. Sachlich einordnen lässt sich die Reihe trotzdem, denn die englischen Namen folgen einem erkennbaren System, und die Geschmacksrichtungen verteilen sich auf wenige große Familien. Dazu kommen rechtliche Vorgaben, die festlegen, welche Stoffe in einer Flasche stecken dürfen.

Jede Sorte gibt es in zwei Stärken und mit derselben Grundmischung

In jeder Elfliq-Flasche stecken zehn Milliliter Nikotinsalz-Liquid. Nach Angabe des Handels handelt es sich um dieselbe Flüssigkeit, die auch in den Geräten von Elf Bar steckt. Jede Geschmacksrichtung gibt es mit 10 oder 20 Milligramm Nikotin je Milliliter, und die Grundstoffe Propylenglykol und pflanzliches Glycerin sind bei allen Sorten zu gleichen Teilen gemischt. Zwei Flaschen derselben Stärke unterscheiden sich damit vor allem im Aroma, und genau dort liegt die eigentliche Auswahl.

Auf die gesetzlichen Füllmengen achten auch die Behörden in der Region. Im April 2026 stellte die Polizei in Frankenthal auf einem Supermarktparkplatz nicht zugelassene E-Zigaretten [1] sicher, deren nikotinhaltige Flüssigkeit die erlaubten Füllmengen deutlich überschritt.

Was die englischen Sortennamen über das Profil verraten

Die Sorten tragen durchweg englische Namen, die aus wiederkehrenden Bausteinen zusammengesetzt sind. Im Handel steht neben dem Namen meist eine deutsche Übersetzung des Geschmacks, an der sich die Bausteine gut ablesen lassen:

  • Ice und Frozen kennzeichnen eine Kühlwirkung, die deutsche Beschreibung spricht dann von eiskalt, kühl oder Cooling.
  • Sour steht für eine saure Komponente, etwa bei Sour Apple oder bei der sauren Himbeere in Blueberry Sour Raspberry.
  • Lemonade beschreibt ein Limonadenprofil mit Zitrusanteil, so bei Pink Lemonade, der rosa Limonade mit einem Schuss Zitrone.
  • Zwei oder drei Fruchtnamen hintereinander ergeben eine Mischung genau dieser Früchte, beispielsweise Kiwi, Passionsfrucht und Guave in Kiwi Passion Fruit Guava.

Einen Sonderfall bildet Strawberry Ice Cream. Hier gehört das Ice zum Speiseeis, beschrieben wird ein cremiges Erdbeereis mit nur leichter Kühlung.

Mehr als zwei Drittel der Sorten bauen auf Frucht auf

Von den 35 Einträgen der Sortentabelle stellen 25 eine oder mehrere Früchte in den Mittelpunkt. Zehn davon konzentrieren sich auf eine einzelne Frucht, etwa Watermelon, Mango, Grape oder Cherry, die meisten übrigen sind Mischungen aus mehreren Früchten. Beeren kommen dabei am häufigsten vor, sie stecken in zwölf dieser Sorten, von Blueberry über Blackberry Lemon bis Mixed Berries. Eine zweite Gruppe bilden tropische Mischungen mit Mango, Ananas, Passionsfrucht oder Guave, darunter Pineapple Mango Orange und Tropical Fruit.

Unterscheiden lassen sich die Fruchtsorten außerdem nach ihrer Säure. Pink Grapefruit beschreibt der Handel als leicht herb, Sour Apple als sauren Apfel und Apple Peach als süßsaure Mischung.

In zehn Beschreibungen ist von Kühle die Rede

Die zweite große Familie bestimmt sich über das Temperaturempfinden. In der Tabelle kennzeichnen sieben Sorten mit Ice oder Frozen im Namen eine Kühlwirkung, von Peach Ice bis Frozen Berries, dazu kommen das leicht kühlende Erdbeereis sowie Spearmint und Menthol. Lemon Mint verbindet Minze mit Zitrone, eine Kühlwirkung erwähnt die Beschreibung bei dieser Sorte nicht.

Mehrere kühle Sorten greifen Früchte auf, die in der Tabelle auch ohne Kühlung vorkommen, meist in Kombination mit anderen Früchten. Brombeere etwa gibt es als Blackberry Ice mit Cooling und daneben in Kombination mit Zitrone oder Kirsche.

Anis, Kaktus und Kokos fallen aus dem Rahmen

Einige Sorten passen in keine der großen Familien. Blackcurrant Aniseed verbindet schwarze Johannisbeere mit Anis und ist damit die einzige Sorte mit einer Gewürznote. Kokos taucht zweimal auf, in Coconut Blueberry und in Pineapple Coconut. Cactus Ice, eine der beiden seit Ende Juni 2026 erhältlichen neuen Sorten, kündigt schon im Namen Kaktus mit Kühlwirkung an. Auffällig ist zudem eine Lücke, denn eine Sorte mit Tabakgeschmack enthält die Tabelle nicht.

Cola, Anis und Dessert fehlen unter den Kundenfavoriten

Welche Geschmacksrichtungen bei der eigenen Kundschaft vorne liegen, zeigt Dampflager in einer Top-10-Liste, die Watermelon anführt, gefolgt von Spearmint und Pink Lemonade. Cola, die Dessertsorten und die Anis-Kombination tauchen in dieser Liste nicht auf, ebenso wenig die beiden Sommer-Neuzugänge Cactus Ice und Dragon Fruit Blackberry, die unter ELFLIQ bei Dampflager [2] gesondert unterhalb der Sortentabelle geführt werden.

Cola und Energy schmecken nach Getränken, ohne deren Wirkstoffe zu enthalten

Fünf Sorten nehmen Getränke zum Vorbild. Neben Cola und Cherry Cola sind das Pink Lemonade, Blue Razz Lemonade als blaue Himbeerlimonade und Elfergy Ice, das der Handel mit eiskaltem Energy-Drink-Geschmack beschreibt. Was diese Vorbilder ausmacht, darf ein Liquid allerdings nicht enthalten.

Nach Anlage 2 der Tabakerzeugnisverordnung [3] sind in E-Zigaretten und Nachfüllbehältern Koffein und Taurin verboten, ebenso Bestandteile von Kaffee, Tee, Guarana und Mate sowie Glucose, Fructose und Galactose. Geschmacklich bilden Cola- und Energy-Sorten ihre Vorbilder deshalb über Aromastoffe nach, und auch Trauben- und Fruchtzucker scheiden für die Süße aus.

Für Menthol, Sucralose und Kühlstoffe liegt ein Verbotsentwurf vor

Im Januar 2026 hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat den Entwurf einer Änderungsverordnung vorgelegt, der 13 weitere Stoffe in diese Verbotsliste aufnehmen soll. Darunter sind Menthol, das Süßungsmittel Sucralose und mehrere synthetische Kühlstoffe. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat das geplante Verbot von Inhaltsstoffen bei E-Zigaretten [4] im März verteidigt. In Kraft ist die Änderung bislang nicht, Anfang Oktober 2026 führt die Anlage keinen dieser Stoffe. Nach dem Entwurf würde das Verbot sechs Kalendermonate nach der Verkündung gelten.

Welche Sorten eine solche Änderung beträfe, lässt sich am Namen allein nicht erkennen, entscheidend ist die jeweilige Rezeptur. Darüber gibt die Zutatenliste der einzelnen Flasche Auskunft.

Bei Elfliq entscheidet das Aroma über die Wahl

Füllmenge und Grundmischung sind bei allen Elfliq-Sorten gleich, die Flaschen einer Stärke unterscheiden sich vor allem im Aroma. Die englischen Namen setzen sich aus wiederkehrenden Bausteinen wie Ice, Sour und Lemonade zusammen und verraten damit bereits viel über das Profil einer Sorte. Cola- und Energy-Sorten ahmen ihre Vorbilder geschmacklich nach, weil Koffein, Taurin sowie Trauben- und Fruchtzucker in Liquids verboten sind.

Für Menthol, Sucralose und mehrere Kühlstoffe liegt ein Verbotsentwurf vor, der noch nicht gilt. Was eine Sorte im Einzelnen enthält, verrät ihre Zutatenliste.

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