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„Einigkeit, Recht und Freiheit“: Parteiübergreifende Mahnwache in Rülzheim abgehalten

Teilnehmer bei der Mahnwache zum Motto Einigkeit, Recht, Freiheit.
Foto: Obada Barmou

Rülzheim – Rund 40 Bürger haben sich am Samstagvormittag in Rülzheim zu einer Mahnwache unter dem Motto „Einigkeit, Recht und Freiheit“ versammelt. 

Eingeladen hatte der Kreisverband Germersheim von Bündnis 90/Die Grünen. Dessen Vorsitzender Marc-André Pantea erklärte (laut einer Mitteilung der Grünen) zum Auftakt, es gehe darum, einen Impuls zu setzen: „Wir dürfen die Deutungshoheit über die Begriffe Einigkeit, Recht und Freiheit nicht bestimmten politischen Rändern überlassen, sondern wollen deutlich machen, wie wir diese Werte aus unserer Sicht verstehen.“

Auch kommunale Spitzen nahmen an der Veranstaltung teil. Michael Braun, Ortsbürgermeister von Rülzheim und Mitglied der Aktiven Bürger, freute sich über die Beteiligung von SPD, CDU, Grünen und den Aktiven Bürgern. Als Lehrer, so sagte er, weise er seine Schülerinnen und Schüler immer darauf hin, dass Demokratie wie Zähneputzen sei: Wenn man sie nicht pflege, werde sie ‚braun‘. Demokratie sei eine tägliche Aufgabe, deren Verteidigung nicht selbstverständlich sei. Aus der Geschichte wisse man, was passiere, wenn sie verloren gehe. Deshalb wünsche er sich, dass die demokratischen Parteien trotz unterschiedlicher Auffassungen in Sachfragen im Grundsatz zusammenstünden und sich gegenseitig stützten.

Matthias Schardt (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rülzheim, hob hervor, dass die Versammlung unter den Worten Einigkeit, Recht und Freiheit ein wichtiges Signal sei. Er erlebe, dass extreme Positionen zunehmend bis in die Familien hineinwirkten. Umso wichtiger sei es, die Kraft zu haben, einander zuzuhören, Unterschiede auszuhalten und zusammenzukommen. Dies sei eine große Aufgabe in der aktuellen Zeit, die aber vor Ort in den kommunalen Gremien geleistet werden könne.

Zum Abschluss sprachen die beiden Landtagskandidaten der Grünen im Wahlkreis Germersheim. Sarah Bolz (Wahlkreis 51) betonte: „Wir dürfen diese Flagge nicht den Rechtsextremen überlassen. Sie gehört nicht denen, die spalten, sondern denen, die für ein demokratisches, vielfältiges und solidarisches Deutschland eintreten.“ Einigkeit bedeute für sie, die Gesellschaft gemeinsam zu gestalten, unabhängig von Herkunft, Alter oder Weltanschauung.

V.li.: Dr. Thomas Krämer, Sarah Bolz, Christoph Eberhardt.
Foto: Obada Barmou

Ihr Parteikollege Dr. Thomas Krämer (Wahlkreis 52): „Picken wir uns aus dem Deutschlandlied heraus, was uns passt? Ja – denn es ist nicht mehr 1841, wir sind nicht auf Helgoland, wo dieser Text entstand. Die Welt hat sich verändert. Heute leben wir, bei allen Herausforderungen, im freiesten und gerechtesten Deutschland, das es jemals gegeben hat.“

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