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Deutschlands geplantes KI-Sicherheitsinstitut: Was es für Nutzer und Unternehmen bedeutet

Quelle: pexels bei pixabay.com

Kaum eine andere Technologie stand in den vergangenen Jahren derart im Fokus wie Künstliche Intelligenz (KI). Sie beeinflusst bereits heute den Alltag vieler Menschen und Unternehmen, obwohl ihre Entwicklung noch am Anfang steht.

In Zukunft sollen praktische KI-Helfer nicht nur auf Zuruf einfache Aufgaben erledigen können, sondern Eigeninitiative zeigen und automatisch sogar ganze Prozesse übernehmen.

Das Potenzial ist riesig, doch Experten sehen auch ein beträchtliches Sicherheitsrisiko. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung ein KI-Sicherheitsinstitut [1] ins Leben gerufen. Aber was bedeutet das eigentlich für Nutzer und Unternehmen?

KI-Sicherheitsinstitut steht noch am Anfang

Hinter dem Projekt stehen die Bundesnetzagentur und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Einen Namen hat das geplante KI-Sicherheitsinstitut noch nicht, eine konkrete Planung fehlt ebenso. Doch die rasante Entwicklung von KI-Technologien erfordert schnelles Handeln, sodass es keine größeren Verzögerungen geben darf.

Andere Länder sind in diesem Bereich viel weiter und verfügen bereits über entsprechende Institute oder Aufsichtsorgane. Trotzdem nimmt das BSI seine Pflichten in diesem Bereich schon heute sehr ernst und nahm im Dezember 2025 an einem internationalen Treffen in Südkorea zum Thema KI-Standards teil – das zeigt die hohe Dringlichkeit.

KI-Security und KI-Safety im Fokus

Bei dem geplanten KI-Sicherheitsinstitut sollen zwei Aspekte im besonderen Fokus stehen: KI-Security und KI-Safety. Ersteres beschäftigt sich mit dem Schutz von KI-Systemen vor Gefahren und dem Einsatz von KI zur Verbesserung der IT-Sicherheit. Hierzu gehören beispielsweise die Bedrohungserkennung und die Abwehr von Phishing-Angriffen.

Zweiteres (KI-Safety oder KI-Sicherheit) widmet sich hingegen eher den Inhalten. Es geht darum, unvorhersehbare Fehler, Missbrauch und unkontrollierbares Verhalten zu reduzieren. Das Ziel hierbei ist es, den Einklang mit menschlichen Werten sicherzustellen. Ein einfaches Beispiel: KI-Helfer sollen Kindern keine unangemessenen Inhalte vorschlagen.

Und genau hier gab es bereits in beiden Bereichen zahlreiche negative Beispiele, die eine zusätzliche Aufsicht erfordern. So nutzen Kriminelle heute gerne KI dazu, um Deepfakes [2] zu erstellen und Opfer in eine Falle zu locken. In einem anderen Versuch leistete KI sogar Hilfe zur Selbstverletzung [3] – die Sicherheitsplanken ließen sich einfach umgehen.

Was bedeutet diese Entwicklung für Nutzer von KI?

Grundsätzlich ist das geplante KI-Sicherheitsinstitut als eine positive Entwicklung anzusehen. Die Risiken werden durch moderne KI-Systeme mit zunehmenden Fähigkeiten größer, zudem darf Deutschland den Anschluss an intentionale Standards nicht verlieren. Nutzer müssen ebenso nur wenige Einschränkungen für ihre produktiven Aufgaben befürchten.

So nutzen die meisten Menschen KI im Alltag vor allem dazu, ihre Recherche zu vereinfachen, erste Textvorschläge zu erstellen oder sich praktische Anleitungen geben zu lassen. Unternehmen möchten hingegen einfache und monotone Aufgaben automatisieren, so zum Beispiel den ersten Kundenkontakt oder das Auswerten von Daten.

Wie kann man schon heute KI sicher einsetzen?

Bis das neue KI-Sicherheitsinstitut komplett aufgesetzt ist, können noch Monate vergehen. Wer jedoch schon heute die eigene Sicherheit bei der Nutzung von KI erhöhen möchte, kann die nachfolgenden Tipps beachten.

Keine privaten Informationen mit KI-Bots teilen

Weder Privatpersonen noch Unternehmen sollten sensible Informationen mit einem KI-Helfer teilen. Denn bei großen Anbietern wie ChatGPT, Gemini & Co. handelt es sich um sogenannte „Black Boxes“. Niemand außer dem Anbieter weiß genau, was mit den Daten geschieht, auch wenn versprochen wird, dass sie auf Wunsch nicht zum Training genutzt werden.

Deswegen sollten alle privaten Informationen zuvor anonymisiert werden. So lassen sich weiterhin die gleichen Erkenntnisse erzielen, auch wenn es etwas mehr Aufwand erfordert. Das Gute daran ist, dass im Falle eines Datenlecks beim KI-Anbieter keine sensiblen Daten nach außen gelangen oder später im Internet zum Verkauf angeboten werden.

Zusätzliche Anonymität und Sicherheit dank VPN

Doch selbst ohne private Angaben können KI-Anbieter einen relativ einfach nachverfolgen, und zwar über die IP-Adresse. Wer das verhindern möchte, nutzt einfach ein VPN (virtuelles privates Netzwerk). Wie funktioniert ein VPN [4]? Es leitet den Internetverkehr durch einen sicheren, verschlüsselten Tunnel und verbirgt dabei die eigene IP-Adresse.

Wer darüber hinaus noch einen anonymen Account nutzt, kann nur noch schwerer nachverfolgt werden. Ein VPN bietet aber noch weitere Vorteile, so warnen moderne VPN-Dienste auch vor Bedrohungen oder Blockieren Webtracker, die das Surfverhalten aufzeichnen. Es gibt also sowohl Vorteile bei der Privatsphäre als auch bei der Sicherheit.

Berechtigungen von KI-Apps überprüfen

Beim Installieren eines neuen KI-Helfers auf dem Handy oder Tablet wird oft nach einer Vielzahl an Berechtigungen gefragt. Die meisten Nutzer klicken sich da einfach durch, ohne die konkreten Inhalte zu lesen. Doch nicht alle davon sind je nach Anwendungsfall auch wirklich nötig. Einzelne Rechte lassen sich verweigern oder später wieder entziehen.

Ein typisches Beispiel ist hierbei der Zugriff auf alle Kontakte oder die Kamera. Plant ein Nutzer den KI-Helfer nur zur Recherche zu nutzen, benötigt die App in der Regel keine dieser beiden Zugriffsrechte. Man erhält also keinen Zusatznutzen, dafür aber ein weiteres Sicherheitsrisiko, falls mal Schadsoftware auf das Gerät gelangen sollte.

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