
CDU-Stadträte Bernd Löffel (r.) und Peter Lerch (l.).
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express
Landau. Der überraschende Rücktritt von Daniel Zacher als Geschäftsführer der Stadtholding Landau zum 31. Mai 2026 hat in der Landauer CDU große Betroffenheit und Traurigkeit ausgelöst.
Zacher hatte erst vor kurzem die Leitung der Holding übernommen und war in der Stadt für seine innovativen Ideen und seine hohe Motivation bekannt.Die Stadtholding steht derzeit vor den größten Herausforderungen ihrer Geschichte: Die dringend notwendige Sanierung des Freizeitbades La Ola, der wegbrechende Finanzbeitrag der Energie Südwest sowie die umfassende Neuorganisation der Holding – mit der Integration von Stadtmarketing, Tourismus und Kultur – erfordern eine starke, kommunikationsstarke und überzeugungskräftige Geschäftsführung.
Gerade in dieser Phase gilt Zacher bei vielen als die ideale Besetzung für diese Aufgabe. Ralf Eggers, Bernd Löffel und Peter Lerch, die drei Vertreter der Landauer CDU im Aufsichtsrat der Stadtholding, bedauern den Schritt „nachdrücklich und zutiefst“. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Daniel Zacher hat in der kurzen Zeit seiner Tätigkeit bereits viele positive Spuren in der Holding hinterlassen.
Die erfolgreich gestartete Neuorganisation, die spürbar gesteigerte Mitarbeitermotivation und eine Fülle neuer, kreativer Ideen zeigen eindeutig, dass er die richtige Person für diese verantwortungsvolle Position war.“
Die drei Aufsichtsräte betonen, dass die Stadtholding angesichts der enormen finanziellen und betriebswirtschaftlichen Herausforderungen sowie ihrer großen öffentlichen Strahlkraft weiterhin eine Geschäftsführung brauche, „die mit Visionen, hohem Engagement und unkonventionellen Ideen agiert“.
Der Rücktritt Zachers sei daher nicht nur bedauerlich, sondern müsse auch Anlass sein, die Zusammenarbeit zwischen Stadtrat, Aufsichtsrat und Geschäftsführung kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls neu zu justieren.
Eggers, Löffel und Lerch danken Daniel Zacher ausdrücklich für sein „deutlich überdurchschnittliches Engagement“ und seine konstruktive Bereitschaft, sich auch bei der Suche nach seiner Nachfolge einzubringen.
Die drei CDU-Vertreter nennen als einen wesentlichen Grund für den Rücktritt „das offenkundige Misstrauen und die permanente negative Haltung zu wichtigen Themen durch unterschiedliche politische Mitbewerber“. Diese Haltung habe die Motivation zur notwendigen Veränderung und zur Gestaltung der Zukunft der Stadtholding „massiv ausgebremst“ und den Abgang Zachers letztlich mitverursacht.
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