
Quelle: lindsayfox bei pixabay.com [1]
Nikotinsalz, das klingt im ersten Moment für manche Menschen vielleicht etwas chemisch, doch tatsächlich sind Nikotinsalze die natürliche Form von Nikotin, wie es auch in der Tabakpflanze vorkommt.
Im Gegensatz zu herkömmlichem Nikotin, das in den meisten E-Liquids eingesetzt wird, werden Nikotinsalze durch die Kombination von Nikotin mit einer milden Säure – meist Benzoesäure – hergestellt. Diese Verbindung sorgt dafür, dass das Nikotin im Körper leichter aufgenommen wird und das Dampferlebnis sanfter gestaltet.
Sanftere Inhalation auch bei hohen Nikotinkonzentrationen
Ein entscheidender Vorteil von Nikotinsalzen ist die Möglichkeit, das Dampfen selbst bei hohen Nikotindosen ein bisschen sanfter als normalerweise zu gestalten. Klassische E-Liquids neigen bei hohem Nikotingehalt dazu, beim Vapen im Hals zu kratzen, was natürlich viele als unangenehm empfinden. Vor allem für ehemalige Raucher, die auf E-Zigaretten umsteigen, ist das ein häufig auftretendes Problem, denn die meisten brauchen anfangs noch eine recht hohe Nikotinstärke, um das Verlangen nach Nikotin zu stillen, das sie von ihren Zigaretten gewohnt sind.
Liquid mit Nikotinsalz [2] kann hier eine Lösung sein: Es bietet eine hohe Nikotinkonzentration ohne das typische Kratzen im Hals, was das Dampfen angenehmer macht und den Umstieg erleichtern kann.
Schnellere Wirkung durch bessere Aufnahme im Körper
Wer glaubt, Nikotinsalze seien schlecht für den Körper, der täuscht sich. Zwar ist die Dosis an Nikotin in der Regel höher, aber der Effekt setzt auch schneller ein und ähnelt dadurch stärker dem Nikotin-Kick, den Raucher von herkömmlichen Zigaretten kennen.
Wer von der Zigarette auf die E-Zigarette umsteigt, wird diese schnelle Nikotinaufnahme schätzen. Der „Flash“ des Nikotins, also der schnelle Anstieg des Nikotinspiegels im Blut, wird durch Nikotinsalze intensiver wahrgenommen. Das führt dazu, dass das Verlangen nach Nikotin auch schneller gestillt wird – ein positiver Aspekt für viele Menschen, die gerade den Ausstieg aus dem Rauchen versuchen.
Längere Haltbarkeit und weniger Nikotinverlust
Da Nikotinsalze stabiler sind als herkömmliches Nikotin, bieten sie eine längere Haltbarkeit. Freies Nikotin neigt dazu, über längere Zeit an Wirkung zu verlieren, doch Nikotinsalze behalten ihre Effektivität auch bei längerer Lagerung. Das macht sie ideal für Dampfer, die E-Liquids seltener austauschen oder größere Mengen kaufen, da die Wirkung der Liquids immer gleich bleibt. Und was man länger und problemlos lagern kann, spart letztlich auch Kosten.
Geeignet für Pod-Systeme und den diskreten Gebrauch
Auch Pod-Systeme sind gut für den Konsum von Liquid mit Nikotinsalz geeignet. Diese kleinen, diskreten Geräte passen zu Dampfern, die nicht unbedingt riesige Wolken beim Vapen hinterlassen möchten. Pod-Systeme sind zudem oft einfacher zu bedienen und eignen sich daher ideal für Einsteiger. Besonders Ex-Raucher schätzen Pods häufig, da sie dem Erlebnis einer Zigarette doch ziemlich nah kommen und das Nikotin auf eine ähnliche Weise zuführen.
Ob klassische E-Liquids oder Nikotinsalz ist letztlich Geschmackssache
Trotz der Vorteile sind Nikotinsalze nicht für jeden Dampfer die richtige Wahl. Aufgrund der hohen Nikotindosen, die in diesen Liquids meistens enthalten sind, könnte dies für Gelegenheitsdampfer oder Menschen, die nur geringe Nikotinmengen bevorzugen, zu stark sein.
Wer gerne große Dampfwolken im Shisha-Stil mag und lieber eine niedrigere Nikotinkonzentration beim Vapen hat, der greift in der Regel lieber zu klassischen E-Liquids. Aber wer das Dampfen in seiner reineren Form schätzt, für den sind Nikotinsalze dank ihres niedrigen pH-Werts und ihrer hohen Wirksamkeit genau das Richtige.
Übrigens: Wie bei allen Genussmitteln gilt es, auf einen verantwortungsvollen Umgang und mögliche Nebenwirkungen zu achten.
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