Freitag, 27. November 2020

Corona: Landkreis Germersheim steht auf Orange – Appell: Noch intensiver auf AHA-Regeln achten

21. Oktober 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Landrat Dr. Fritz Brechtel.
Foto: Pfalz-Express

Kreis Germersheim – Nachdem der Wert von mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten hat, wurde der Landkreis Germersheim gemäß des Warn- und Aktionsplans des Landes auf die Gefahrenstufe Orange  gestellt.

Am Donnerstag kommt erstmals die vom Land einberufene Task-Force zusammen und berät über notwendige und mögliche Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus im Landkreis zu verlangsamen bzw. zu stoppen.

„Wir können aktuell keinen direkten Zusammenhang zwischen den einzelnen Neuinfektionen erkennen. Das macht es nicht einfach, gezielte Maßnahmen zu erlassen“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Experten aus dem Gesundheitswesen und dem Katastrophenschutz die nächsten Schritte zu definieren und dabei einen Balanceakt zwischen möglichst geringen Einschränkungen und bestmöglichem Infektionsschutz für alle zu vollführen.“

Damit möglichst keine lokalen oder flächendeckenden extrem einschränkenden Maßnahmen erlassen werden müssen, ruft der Kreischef alle auf, bei der Eindämmung mitzuhelfen: „Es geht hier um die Gesundheit und das Leben von Menschen. Bitte achten Sie auf die im Vergleich doch einfachen AHA-Regeln. Ich empfehle Ihnen auch, die Corona-Warn-App zu installieren und zu nutzen. Es besteht kein Grund zur Panik, aber wir müssen jetzt sehr, sehr umsichtig und vorsichtig sein, damit nicht alles, was wir in den zurückliegenden Wochen wieder aufgebaut und an alltäglichem Schutz erreicht haben, wieder zerstört wird. Ich bitte Sie sehr eindringlich: Helfen Sie alle mit!“

Es komme jetzt auf alle an, appelliert Brechtel und weist nochmals auf die AHA-Regeln hin: „Bitte halten Sie Abstand voneinander, achten Sie auf die Hygiene-Regeln wie Händewaschen oder die Hust- und Nies-Etikette und tragen Sie eine Alltagsmaske.“

Die regionale Task Force besteht aus dem Landrat, Vertretern der Kreisordnungs- und Gesundheitsbehörde sowie Vertreten aus Gesundheitsministerium, Bildungsministerium, Polizei, ADD und Landkreistag. Vorsitzender ist Detlef Placzek, Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung. Gemeinsam werden die Fallzahlen beobachten und mögliche Konsequenzen beschlossen.

„Noch gehen wir davon aus, dass wir durch gemeinsames, rücksichtsvolles Handeln innerhalb der Bevölkerung die Situation in den Griff bekommen. Wenn nicht und die Zahlen steigen weiter, müssen wir Maßnahmen ergreifen. Deshalb kommt es auf die nächsten Tage und auf die Unterstützung jeder und jedes Einzelnen an.“

Der Kreischef möchte dennoch besonders auch Ängste und Unsicherheiten nehmen: „Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich kann gut nachfühlen, dass Ihnen die steigenden Fallzahlen Sorge bereiten. Mir geht es dabei nicht anders. Und dennoch versichere ich Ihnen, dass niemand ein Interesse daran hat, das öffentliche Leben wieder komplett runterzufahren. Ich sage Ihnen zu, dass wir weiter umsichtig sind und versuchen, den schmalen Grat zwischen möglichst wenig Einschränkungen und bestmöglichem Infektionsschutz für uns alle zu gehen. Helfen Sie alle bei diesem Balanceakt mit!“

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