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Coca-Cola warnt vor Zuckersteuer-Chaos und setzt auf Zero-Getränke

Zucker (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Coca-Cola-Deutschlandchef John Galvin warnt vor einer geplanten Zuckersteuer (vorgesehen ab 2027 durch Finanzminister Lars Klingbeil, SPD, aber noch nicht beschlossen).

Er hält die Umsetzung für einen „administrativen Alptraum“ – nicht nur für große Hersteller, sondern auch für den Handel.

Getränke müssten steuerlich klassifiziert, Mengen dokumentiert und Steuerbeträge berechnet werden; bei gemischten Getränkekisten müssten Kassierer die Flaschen einzeln abrechnen. Das führe zu höherem Aufwand, Preissteigerungen für Verbraucher und könne Arbeitsplätze gefährden.

Die Steuer ziele bewusst darauf ab, zuckerhaltige Getränke zu verteuern und den Konsum zu lenken. Galvin lehnt ab, dass der Staat den Menschen vorschreibe, was sie essen oder trinken dürfen, und verweist darauf, dass die Branche den Zuckeranteil bereits freiwillig gesenkt habe.

Zugleich beobachtet Galvin einen klaren Trend zu Zero-Getränken: Dieser Markt wachse zweistellig. Das sei auch im eigenen Interesse des Konzerns, da zuckerfreie Varianten in der Regel in größeren Mengen konsumiert würden (oft ein zweites oder drittes Glas). Coca-Cola investiere deshalb stark in zuckerfreie Rezepturen, die möglichst nah am Originalgeschmack liegen, und forciere den Zero-Bereich – der anhaltende Trend bestätige diesen Kurs. (dts Nachrichtenagentur/desa)