
Landtag Rheinland-Pfalz.
Foto: Pfalz-Express / Rolf H. Epple
Mainz. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hat im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen den zweiten Bundesländerindex erstellt.
Diese Studie vergleicht die Attraktivität der deutschen Bundesländer als Wirtschaftsstandort für Familienunternehmen. Bewertet werden Kategorien wie Steuern, Arbeit und Humankapital, Finanzierung, Infrastruktur sowie Investitionen.
Rheinland-Pfalz belegt in der aktuellen Erhebung (Stand 2025) unter den 13 Flächenländern den 13. und damit letzten Platz – wie bereits in der ersten Auflage 2022. Das Land erzielt insgesamt 36,69 Punkte (2022: 37,86 Punkte). Spitzenreiter unter den Flächenländern ist Sachsen (58,50 Punkte), gefolgt von Bayern (55,28 Punkte).
Dr. Helmut Martin, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, kommentiert das Ergebnis wie folgt:„Das Ergebnis der ZEW-Studie zeigt deutliche Defizite bei den Standortbedingungen in Rheinland-Pfalz.
Das Land schneidet in der Gesamtbetrachtung der fünf Kategorien am schlechtesten unter den Flächenländern ab. Die Veränderungen im Ranking anderer Bundesländer machen deutlich, dass landespolitische Entscheidungen Einfluss auf diese Standortfaktoren haben.
Rheinland-Pfalz verfügt über leistungsfähige Unternehmerinnen und Unternehmer, die maßgeblich zur wirtschaftlichen Substanz des Landes beitragen. Um die Attraktivität als Wirtschaftsstandort zu steigern, sind Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen notwendig – etwa durch Bürokratieabbau, eine effiziente Verwaltung, leistungsfähige Infrastruktur, gute Bildung und Fachkräftequalifizierung, höhere Investitionen sowie gestärkte Kommunen.
Die CDU-Fraktion im Landtag hat hierzu verschiedene parlamentarische Initiativen und konkrete Vorschläge eingebracht. Rheinland-Pfalz hat nach Auffassung der CDU großes Potenzial als Wirtschaftsstandort.
Die unabhängige Studie des ZEW verdeutlicht jedoch den Handlungsbedarf: durch weniger Regulierung und mehr Freiräume für Unternehmen, Investitionen in die Zukunft, steuerliche Entlastungen, eine Schulbildung, die Ausbildungsreife sicherstellt, sowie Maßnahmen, die Leistung und Arbeit stärker belohnen.“
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