Montag, 21. Oktober 2019

Börsenwissen: Eine Einführung in das Trading mit CFDs

11. September 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Finanzen, Ratgeber, Wirtschaft

Für den Handel mit CFD braucht es nicht zwingend die Börse.
Foto: Pixabay

Contract For Difference, oder kurz CFD, kamen bereits in den 1990er Jahren zum Einsatz. Die Bezeichnung steht für Differenzgeschäfte, unter Investmentbankern nennt man sie auch Equity Swaps.

Diese Kontakte werden beim Handel zwischen Kreditinstituten vor allem zu Zwecken der Absicherung eingesetzt. Nachdem im Jahre 1986 die Stempelsteuer eingeführt wurde, wurden CFDs auch zu spekulativen Zwecken bei den Anlegern attraktiver, da sich so die sonst beim Verkauf von Aktien fällige Steuer umgehen ließ.

Anders jedoch als bei den üblichen Aktien findet der Handel mit CFD überwiegend außerbörslich statt. Bei dieser Art des Handelns werden die Käufe und Verkäufe direkt vom CFD Broker abgewickelt. Von diesem werden die Kurse festgelegt und Handlungsmöglichkeiten geboten. Sehr interessant ist diese Option für risikobereite Anleger, da mit CFDs in Basiswerte investiert werden kann, mit denen herkömmliche Investoren nicht handeln können.

Wie funktioniert der Handel mit CFDs?

Anleger können an verschiedensten Kursbewegungen wie Indizes, Aktien, Währungen oder Rohstoffen partizipieren. Gehandelt wird dabei stets die Kursdifferenz zwischen Ein- und Ausstiegszeitpunkt. Anleger können dabei entweder von steigenden oder fallenden Kursen profitieren.

Ein wichtiger Unterschied zum Handel mit klassischen Aktien oder anderen Werten ist, dass es nur eines sehr geringen Kapitaleinsatzes bedarf. Anleger können also die gesamten Bewegungen des Kurses von Aktien, Indizes, Wertpapieren und Rohstoffen mit einem äußerst geringen Teil des sonst erforderlichen Kapitals handeln.

Daytrading – Was ist das?

Das Daytrading ist eine Art des Handelns, bei der die Anleger auf eine sehr aktive Art versuchen, an kurzfristigen Kursschwankungen während eines Börsentages zu partizipieren.

Ein Kennzeichen für das Daytrading ist, dass eine Position am gleichen Tag geöffnet und geschlossen wird. Somit setzt man sich nicht mit dem bedenklichen Risiko aus, die Position auch über die Nacht halten zu müssen. Jeder Trade ist also nur auf wenige Minuten oder Stunden ausgelegt. Als eine Ausgangsbasis für jegliche Handelsentscheidungen werden verschiedene technische Analysen verwendet.

Was sind geeignete Basiswerte für das Daytrading?

Für diese Art des Handelns eignen sich liquide Basiswerte am besten. Somit kommen also Aktien, der Devisenhandel sowie Rohstoffe die Kryptowährungen als Anlagen in Frage. Insbesondere CFDs werden von Daytradern bevorzugt gehandelt, da man hier durch den Einsatz von Hebeln nur einen Bruchteil des nötigen Kapitals selbst aufbringen muss.

Jeder Trade ist spekulativ und in den meisten Fällen auf einen kurzen Zeitraum ausgelegt. Je nach vergangener Zeit zwischen Kauf und Verkauf lassen sich die Trades verschiedenen Stellen des Handels zuordnen. So gibt es neben dem Daytrading auch das „Position Trading“, bei der die Positionen für Monate bis Jahre gehalten werden.

Das „Swing Trading“ zeichnet sich dadurch aus, dass die Positionen Tage bis Wochen gehalten werden. Eine weitere Möglichkeit ist das „Scalp Trading“, bei der die Haltedauer nur Sekunden bis Minuten beträgt.

Worauf sollte man als Anleger beim CFD-Handel achten?

Wie bereits erwähnt, muss man für die Positionen nur einen geringen Anteil der Investitionssumme aufbringen. Die Trader hinterlassen lediglich eine Sicherheitsleistung, die auch Margin genannt wird. Dessen Einsatz hängt dabei vom jeweiligen Basiswert ab. In der Regel müssen die Käufer daher Finanzierungszinsen aufbringen.

Die entscheidende Rolle bei diesem Handel spielt jedoch der Hebel, denn mit den Differenzkontrakten hebeln die Anleger ihren Einsatz um ein Vielfaches. Es ist allerdings darauf zu achten, dass jeder Chance auch ein Risiko gegenübersteht. Im Fall des CFD Tradings sind Gewinne ebenso wahrscheinlich wie erhebliche Verluste.

CFD-Handel – Ein Fazit

Alles in allem lässt sich also festhalten, dass sich der Handel mit CFDs nur für spekulative und bereits erfahrenen Anleger eignet. Man sollte zum Beispiel mit dem notwendigen Risiko- und Money Management des Tradings sehr gut vertraut sein. Sollte man diesen Risiken als Anleger aus dem Weg gehen wollen, dann stellt der klassische Handel von Aktien klar die bessere Alternative dar.

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