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„Bildungskommune“: Lernen im Landkreis SÜW wird systematisch vernetzt

V.li.: Ronny Bodenseh, stellvertretender Leiter der Schulabteilung, Adrian Rink, Referent für kulturelle Bildung, Svenja Lang, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Bildungsmonitoring und Fachkräftesicherung, Landrat Dietmar Seefeldt, Projektleiterin Monika Kukyte und Werner Schreiner, Kreisbeigeordneter mit Geschäftsbereich Schulen.
Foto: KV SÜW

SÜW – Der Landkreis Südliche Weinstraße stellt die Weichen für eine neue Bildungslandschaft. Mit dem offiziellen Start der „Bildungskommune Südliche Weinstraße“ beginnt ein mehrjähriger Prozess.

Er soll Lernen, Weiterbildung und kulturelle Bildung im Kreis systematisch erfassen, weiterentwickeln und vernetzen. Das neu aufgestellte Projektteam hat nun seine Arbeit aufgenommen.

Startschuss im Kreishaus

Zum Auftakt des Projekts kam das Team im Kreishaus Südliche Weinstraße zusammen. Beim sogenannten Kick Off tauschten sich die Mitarbeiter mit Landrat Dietmar Seefeldt, dem Kreisbeigeordnetem Werner Schreiner und Ronny Bodenseh, dem stellvertretenden Leiter der Schulabteilung der Kreisverwaltung, über die nächsten Schritte aus.

Landrat Seefeldt machte deutlich, wie lange der Landkreis auf diesen Moment hingearbeitet hat. „Seit einigen Jahren schon bereiten wir dieses Projekt vor und bemühen uns, Bildungskommune zu werden. Die Fördermittel wurden uns im vergangenen Jahr zugesagt, nun steht auch das Team weitestgehend, und die Projektarbeit beginnt“, sagte er.

Bildung gemeinsam denken

Für Kreisbeigeordneten Werner Schreiner steht der gemeinschaftliche Ansatz im Mittelpunkt. Bildung lasse sich nicht isoliert betrachten, sondern entstehe im Zusammenspiel vieler Akteure. Das Projekt setze genau dort an, indem es vorhandene Aktivitäten, Angebote und Ressourcen zusammenführe und stärker miteinander verknüpfe.

In den kommenden dreieinhalb Jahren baut das Projektteam ein Bildungsmonitoring auf, entwickelt ein Bildungsleitbild für den Landkreis und arbeitet an einem digitalen Bildungsportal. Auf diese Weise soll ein Überblick entstehen, der Stärken, Bedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten der Bildungslandschaft sichtbar macht.

Bildung sichtbar und vernetzt

Angesiedelt ist die Bildungskommune bei der Kreisvolkshochschule Südliche Weinstraße. Projektleiterin Monika Kukyte, die weiterhin auch die kvhs leitet, beschrieb den umfassenden Bildungsbegriff, der dem Projekt zugrunde liegt. „Bildung durchzieht alle Lebensbereiche. Sie findet an vielen Orten statt, wird von vielen Akteuren getragen und ist ein zentraler Standort und Zukunftsfaktor für unseren Landkreis“, erklärte sie.

Das Projekt greife diese Vielfalt auf. Bestehende Bildungsaktivitäten sollen stärker wahrgenommen, Angebote gezielt unterstützt und relevante Partner enger miteinander vernetzt werden. Parallel dazu arbeitet das Team strategisch an der Weiterentwicklung der Bildungslandschaft, datenbasiert und über alle Phasen des lebenslangen Lernens hinweg.

Blick auf die gesamte Lebensbiografie

Svenja Lang, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Bildungsmonitoring und Fachkräftesicherung, unterstrich, dass Bildung weit über Schule hinausgehe. Sie erklärte, Bildung umfasse ebenso Musik, Tanz, Sprachförderung oder Weiterbildung und lege früh die Grundlage für soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit.

Im Projekt analysiert sie gemeinsam mit dem Team, wie Bildungsangebote entlang einer Lebensbiografie im Landkreis Südliche Weinstraße aussehen, wo sie greifen und wo Verbindungen fehlen.

Auch Adrian Rinck arbeitet im Projektteam mit. Als Referent für Kulturelle Bildung bringt er seine Erfahrung ein und bleibt parallel Leiter der Kreismusikschule. Er hob hervor, dass das Team Fachwissen aus Pädagogik, Statistik, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsorganisation bündele. Gemeinsam wolle man Brücken schlagen zwischen Praxis, Verwaltung und den Menschen im Landkreis.

Eine weitere Stelle für wissenschaftliche Mitarbeit im Bereich Integration soll in Kürze ausgeschrieben werden.

Mitmachen erwünscht

Der Landkreis lädt alle ein, die beruflich oder ehrenamtlich mit Bildung, Integration, Fachkräftegewinnung oder kultureller Bildung zu tun haben, sich mit dem Projektteam auszutauschen. Kontakt ist per E Mail an bildungskommune@suedliche-weinstrasse.de [1] möglich. Weitere Informationen, darunter ein Erklärfilm zum kommunalen Bildungsmanagement, stehen online unter www.suedliche-weinstrasse.de/bildungskommune [2] bereit.

Förderung durch Bund und EU

Finanziert wird das Projekt Bildungskommune des Landkreises Südliche Weinstraße über das ESF Plus Programm. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Europäische Union stellen dafür 307.112,40 Euro bereit. Die Projektlaufzeit endet voraussichtlich am 30. Juni 2029.

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